TYPO3 Musterprojekt - Montag, 6. Februar 2012
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077 Die kleinen Dinge

Zu meinem letzten Geburtstag bekam ich eine Karte, auf der stand: „Es sind meist die kleinen Dinge, die das Leben bunt und lebenswert machen!“

Diese Karte steht nun schon einige Wochen auf meinem Schreibtisch. Das Bild zu dem Text ist ein Lavendelfeld, in dem ein alter, nicht mehr ganz so ansehnliche Tisch steht. Gedeckt mit einer Schale frischer Waldfrüchte und einem Krug in dem ein Lavendelstrauß steht. Dazu zwei Becher und eine Tuch. Mehr nicht! Aber auch nicht weniger!

Was für mich heute eher als eine Vorschau auf den Sommerurlaub wirkt und dabei eine große Vorfreude erzeugt, wird vielleicht im Sommer eher zu den Kleinigkeiten gehören.

In der Tat sind es aber die Kleinigkeiten, die unsere Aufmerksamkeit verdient haben. Nicht die großen Schlagzeilen, die Sensationen, Siege oder gar Skandale.

Titus Müller, der an diesem Wochenende zu Gast in Dortmund ist, hat in einem Eintrag auf seiner Facebook-Seite am 24. Januar folgendes geschrieben: „Erstaunlich: Es liegt dicker Schnee im Garten, und trotzdem fliegen die Bienen.“ Sich über Kleinigkeiten zu freuen, darüber nachzudenken und sich dann von den Gedanken begeistern zu lassen, ist etwas Großes! Sich hier und da auch von den Wundern, die um uns herum täglich geschehen, gefangen nehmen zu lassen, das ist buntes Leben!

In diesem Sinne wünsche ich eine Woche, in der wir die kleinen Dinge, die Gott und schenkt vermehrt wahrnehmen!

Manuel Bendig

076 Silbershampoo

Eine ältere Dame betritt den Friseursalon. Der Friseur begrüßt sie mit den Worten: “Oh, Frau XYZ, was haben Sie denn mit ihren Haaren gemacht? Das sieht aber goldig aus!“

Das ‚goldig’ bezog sich auf die Haarfarbe. Die alte Dame, die den Friseursalon offensichtlich wöchentlich besucht, beginnt sofort zu klagen. Sie hätte doch nur eine Spülung und einen Haarfestiger benutzt...

Der Friseur beruhigt sie mit anteilnehmendem und fachlich kompetenten Ton. „Das bekommen wir schon wieder hin. Zwei Mal waschen mit Silbershampoo und danach wird die Sonne wieder am Himmel und nicht im Haar scheinen!“

In den meisten Fällen ist es eine kleine Ursache, die eine ungleich große Wirkung nach sich zieht. Und zu unserem Leidwesen stehen wir vor den Folgen unserer Entscheidungen und der daraus folgenden Handlungen und fragen uns, wie das alles nur geschehen konnte, bzw. wie wir das wohl wieder in den Griff bekommen.

Ein Shampoo für alle Lebenslagen wären da ein wahrer Segen. Wie gut tut es da zu wissen, dass Jesus durch sein Opfer am Kreuz kein Shampoo, wohl aber sein Blut für ‚alle unsere Lebenslagen’ vergossen hat!

In diesem Sinne wünsche ich eine Woche, in der wir offen für die Segnungen Gottes sind!

Manuel Bendig

075 Adapter

Immer wieder stoßen wir in der Welt der Elektronik an Grenzen. Hier ist es ratsam die Namen wie Vokabeln zu lernen. Klinke, Cinch, USB oder für den Fortgeschrittenen Leser - Power over eSATA eSATAp/slim-SATA 13pin 0.5m...

Immer dann, wenn zwei Geräte miteinander verbunden werden sollen, ist es notwendig, dass die Steckverbindungen aufeinander angepasst sind. Ist dies nicht der Fall, aus welchem Grund auch immer, kommt der Adapter ins Spiel. Er fügt die Verbindungen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht kompatibel sind.

Manchmal hat man den Eindruck, dass auch Menschen für das den Umgang im tägliche Leben einen solchen Adapter benötigen, weil sie irgendwie nicht kompatibel sind.

Sie reden miteinander. Sie benutzen sie selbe Sprache. Aber sie verstehen sich nicht! So, als wären ihre Steckverbindungen nicht kompatibel.

Vielleicht sollten wir in der kommenden Woche einmal genauer hinhören?! Vielleicht sollten wir uns in der kommenden Woche mehr Zeit nehmen, um nicht nur zu hören, sondern auch zu verstehen?! Vielleicht sollten wir in der kommenden Woche einfach mal unsere Steckverbindungen überprüfen oder nach einem Adapter suchen.

In diesem Sinne wünsche ich eine 'erfolgreiche' Woche!

Manuel Bendig

074 Sicherung

Der technische  Zustand unsere Wohnung ist zwar nicht auf dem modernste Stand, aber auf das Baujahr hin gesehen völlig OK. Das ABER deutet darauf hin, dass es hier und da schon ein Veränderung geben könnte. Zwingend notwendig sind sie nicht. Man hat sich im Laufe der Zeit ja auch mit den Begrenzungen arrangiert.

Heute Morgen war es wieder so eine Situation. In meinem Arbeitszimmer musste gesaugt werden. Beim Einstecken des Steckers in die Steckdose gab es ein kurzes Klacken und dann war der Strom im ganzen Zimmer ausgefallen. Die Sicherung war rausgesprungen.

Wie ärgerlich! Nicht nur, dass man erst einmal zum Sicherungskasten gehen muss. Man muss den PC wieder neu starten, das Telefon meldet sich neu an der Basisstation an und das Ladegerät beginnt den Ladevorgang, obwohl fast beendet, wieder von vorn. Mehr als ärgerlich!

Aber so eine Sicherung hat ja auch etwas Gutes. Sie bewahrt das Stromnetz und die Geräte, die an das Stromnetz angeschlossen sind vor folgenschweren Schäden.

Im Leben ist das nicht viel anders. Auch hier gibt es einen Schaltkasten, in dem sich Sicherungen befinden, die vor folgenschweren Schäden im Leben bewahren. Sicherungen wie zum Beispiel Regeln oder das Gewissen. Sicherungen, die kein geringer als Gott selbst für uns eingerichtet hat. Zu unserem Schutz.

Also kein Grund sich darüber zu ärgern!

In diesem Sinne Wünsche ich uns eine neuen Woche, in der wir dankbar sowohl über die Grenzen, als auch über den sich daraus ergebenden Schutz nachdenken.

Manuel Bendig

073 Es ist nie genug!

Die Werbung suggeriert es stündlich: Es geht immer noch mehr. Nicht nur ein wenig, nein, alles ist besser und schöner, größer, brillanter... Zwangsläufig fragt man sich, wann ist das Optimum erreicht.  

Der Eindruck entsteht, dass die technische Entwicklung vor keinem Lebensbereich halt macht. Ob es die Windel, der Staubsauger, das Hi-Fi-gerät, die Cerealien die Tierhaltung oder die ‚Klobrille’ ist. Alles wird immer und immer wieder optimiert. Dabei wirkt der Prozess des Optimierens als Neverending-Story.

Mein Vater hat mir als Halbwüchsigem Jungen beigebracht, dass eine Schraube nicht endlos fest gedreht werden kann. Es gibt einen Punkt, nachdem kommt nicht mehr fester, sondern kaputt.

14 Tage vor Weihnachten fragt man sich, ob wir das Weihnachtsfest optimieren können? In der Tat versuchen die Menschen es immer noch. Die einen schwören auf Tradition – Kartoffelsalat und Würstchen oder Fondue. So wie jedes Jahr. Je länger die Tradition hält, desto optimaler.

Die Anderen suchen das optimale Fest im Neuen. Wieder andere suchen bis auf die letzte Minute das ultimative (was ja wohl optimal wäre!?) Geschenk.

Dabei war der Geburtstag des Menschensohnes (unabhängig, wann wir ihn feiern) optimal! Doch, doch, er war so, wie Gott ihn geplant hat. Also war er optimal.

So gesehen ist das Leben mit Gott nicht zu optimieren. Denn er hat uns gezeigt und immer wieder verdeutlicht, das es genug ist, wenn wir an ihn glauben und aus diesem Glauben leben.

In diesem Sinne Wünsche ich uns eine neuen Woche, in der wir einmal nicht versuchen, Gottes Pläne und Wege zu optimieren und uns auf Gottes Lorbeeren ein wenig ‚ausruhen’!

Manuel Bendig

072 Ich

Alle schauen mich an und denken sich das Schlimmste.

So wie dieses Mädchen, das mich schon eine Weile verstohlen ansieht. Jetzt ist es mir zu blöd. Ich geh rüber.

Sie sagt: „das ist ja lustig, dass du rüberkommst.

Ich frage mich nämlich...“

„...wie man so rumlaufen kann wie ich. Ich weiß, ich weiß. Da denkst du wohl nicht allein so,“

„Hä?“, fragt sie. „Quatsch. Ich frage mich, wie ich am schnellsten in die Stadt komme,“

Peinlich. Aber gut zu wissen, dass andere Menschen sich noch über mehr Sachen Gedanken machen als über mich. (aus Wernauer Adventskalender)

Wie wohltuend ist es da, dass Gott nicht den Weg zum Stadtzentrum sucht, sondern uns im Blick hat. Und das muss uns überhaupt nicht peinlich sein, denn er sagt: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“ Jeremia 29:11

Bei so einem Gott kann und darf ich ganz Ich sein. Und gleichzeitig zum Du werden, weil seine Gedanken sich auf alle seine Geschöpfe gleichermaßen beziehen.

In diesem Sinne Wünsche ich uns eine neuen Woche, in der wir ein gesundes Selbstvertrauen leben können, mit dem unser Gegenüber in seinem Ich genauso gestärkt werden kann wie wir selbst.

 

Manuel Bendig

071 Spinnweben

Fäden, die so dünn und doch so störend wirken. Spinnweben - außer den Fotografen und Spinnenliebhaber  mag sie wohl keiner.

Die jüngsten Äußerungen von in einem Interview Karl-Theodor zu Guttenberg mit der ‚ZEIT’ haben dies bestätigt. Er hat seiner Partei, der CSU bescheinigt, dass ...“sich doch schon viele Spinnweben gebildet haben.“

Was die CSU angeht, kann und will ich mir kein Urteil erlauben. Wohl aber darf und muss ich darüber nachdenken, wie es mit mir und meinem Christsein steht.

Spinnweben bilden sich, das habe ich unlängst  erst wieder in meinem Keller bemerkt, dort, wo die Spinne sich ungestört aufhalten, entfalten und mit ihrem Netz ausbreiten kann. Ist das Netz erst einmal gespannt, sitzt sie im Zentrum, oder an geschützter Stelle und wartet.

Zugegeben, als Christ warte ich ja auch auf die Wiederkunft des Herrn. Aber geschützt, oder gar versteckt?

Wie gestalte ich mein Christenleben. So wie immer? Hier und da mal indem ich etwas ausbessere, wie die Spinne es tut, nachdem sie ihre Beute gesichert hat?

Worin bin ich selbst gefangen? In meinen Gedanken, immer wieder gleich formulierten – und selten neu reflektierten – Aussagen?

Kann es sein, dass mein Leben wie die störenden Fäden eines Spinnennetzes wirken? Keiner stößt sich dran, geht ihm aber aus dem Weg?

Das Bild oben zeigt eine andere Seite des Netzes. Es zeigt seine Perfektion, seine Stabilität und die Kreativität der Schöpfung. Manchmal bedarf es erst eines Regens, eines Anstoßes von außen, um neu nachzudenken über das Leben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine nachdenkliche Woche, in der wir unsere störenden Lebenselemente neu reflektieren!

Manuel Bendig

070 Zeitung

Täglich liegt sie im Briefkasten. Am Kiosk findet sie trotz der immer stärker wachsenden Konkurrenz des Internets ihre Abnehmer. Die Zeitung  gehört   zum  Leben,  bestimmt und prägt ihre Leser.

Täglich werden durch die Zeitungen Nachrichten verbreitet. Wichtige, sensationelle genauso wie eher nebensächliche oder gar unwichtige Informationen.

Die Auswahl und Bewertung liegt beim Leser. Der sich, zugegeben nicht selten, mit der Fülle überfordert fühlt. Unsere Zeit ist eben schnelllebiger, informativer, transparenter geworden.

Auf der einen Seite deckt die Presse auf, was vor Jahren nie und nimmer ans Tageslicht gelangt wäre. Auf der anderen Seite ist sie in der Lage durch ein gezieltes Platzieren von Nachrichten ein ganzes Volk in Aufruhr zu versetzen.

Und dann sind da noch die scheinbar nebensächlichen Nachrichten. Die, die man so beim Lesen nebenbei mitnimmt. Eine Information über den Schauspieler und Entertainer, der nunmehr seit drei Jahren von seiner Frau getrennt lebt. Die Nachricht, dass ein junger Mann mit einer Formel 1 verdächtigen Geschwindigkeit über einer Landstraße hinwegfegte. Oder, dass eine Kirche kein Personal mehr für die Beisetzungen ihrer Kirchenmitglieder zur Verfügung hat und nunmehr auf Laien zurückgreifen muss.

Und ich frage mich, welche Nachricht ist es, die mich nachhaltig bewegt? An welcher Nachricht bleibe ich gedanklich hängen? An der angstbesetzten Prognose der Wirtschaftsentwicklung oder an der Frau, die wegen ihrer Zivilcourage windelweich geschlagen wurde? Oder gar an der Berichterstattung über die Bambi Verleihung, die angesichts der Kriegsschauplätze, Hunger- und Naturkatastrophen unserer Erde so notwendig wie ein Kropf ist?

Was ist wirklich wichtig?, ist die Frage, die bleibt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine spannende Woche, in der wir dieser Frage nachgehen!

Manuel Bendig

069 Sicherheit

Wer sich aufgehoben fühlt, trägt das Gefühl der Sicherheit auch nach außen. So wurde im Laufe der Woche der Jugendforscher Klaus Hurrelmann zitiert.

Aufgehoben sein, sich in einem sicheren Umfeld geborgen zu wissen, sind unersetzliche Kriterien für eine positive Entwicklung eines Menschen – von den ersten Tagen des Lebens an.

Aufgehoben sein, sich geliebt und angenommen fühlen, sind Grundvoraussetzungen für ein glückliches Leben.

So weit, so gut. Aber was um alles in der Welt veranlasst Menschen dieses Aufgehobensein zu missachten, auszuhebeln, es einem Menschen zu entziehen?

Was muss geschehen sein, damit Menschen ihrem Gegenüber die Grundvoraussetzungen des Lebens versagen?

Eigene Verletzungen, Machtstreben...?

Gott ist es, der dem Menschen dieses Gefühl der Sicherheit wieder zurückgeben möchte. ER ist es, der für unser Leben nur das Beste vorgesehen hat. Jesus hat es u.a. so formuliert: Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken. (Joh. 10:10)

Seine Wege zu einem gelungenem Leben sind dabei so vielfältig, wie es unsere Lebensverläufe sind.

Und die Folge für ein Leben in ganzer Fülle wird bestimmt kein stilles Genießen, sondern ein freudiges Feiern und Teilen sein.

Weil wir bei IHM gut aufgehoben sind, weil ER uns das Gefühl der Sicherheit gibt, trotz der unterschiedlichsten Einbrüche, Verletzungen und Hindernisse, kann unser Leben dieses Aufgehobensein, die Sicherheit, die daraus resultiert, auch nach außen tragen.

Ganz ohne Zwang, ganz ohne Druck – eben weil wir bei IHM gut aufgehoben sind.

Dieses sichere Gefühl wünsche ich allen Lesern für die kommende Woche!

Manuel Bendig

068 Spam

 

Als Spam  werden unerwünschte, in der Regel auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten bezeichnet, die dem Empfänger unverlangt zugestellt  werden  und  häufig werben den Inhalt haben.

Wie oft habe ich mich über diesen Werbemüll schon geärgert. Wie oft schon habe ich nach einer 100%igen Lösung des Problems gesucht. Aber alles ohne wirklichen Erfolg.

Alle sogenannten Spamfilter, Einstellungen in meiner Email-Software haben zu keiner wirklich befriedigenden Lösung geführt. Das einzige, was mir als Folge meiner Aktivitäten begegnet, ist die Perfektionierung von Spam. Die immer wieder neu ausgedachten Wege, mich mit irgend einem Daten-Müll zuzuschütten.

Doch wenn ich mal in einer ruhigen Minute darüber nachdenke, dann muss ich feststellen, dass das ganze Leben mich auf die ein oder andere Weise zuschüttet.

Welche Menge von unterschiedlichen Informationen stürmt täglich auf mich ein? Welche Meldungen davon sind wirklich notwendig, hilfreich oder gut?

Und je mehr ich darüber nachdenke, wie ich den Informationsmüll verhindern kann, desto mehr wird mir bewusst, dass ich mich dem in unserer Gesellschaft so gut wie gar nicht entziehen kann.

Wie mit meinem Spamfilter. Da wird einiges herausgefiltert, anderes erreicht mich trotzdem.

Meine Aufgabe besteht offensichtlich nicht daraus mich dem ganzen zu entziehen (die Lösung des Umziehens auf eine einsame Insel), sondern vielmehr darin, wie ich mit der Vielzahl von Informationen umgehe.

Dazu gefällt mir, was Paulus den Menschen in Tessalonich geraten hat. „Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt.“ (1. Thess. 5:21)

Dazu wünsche ich euch wie Kraft und ein Gutes Gelingen!

Manuel Bendig

067 Anfang Oktober

... ist es Zeit, über den Rest des Jahres nachzudenken!

... ist es Zeit, sich langsam über die bevorstehenden Feste nachzudenken!

... ist es Zeit, den Garten auf den bevorstehenden Winter vorzubereiten! Diese Liste könnten wir endlos weiterführen.

Der Oktober läutet das letzte Viertel des Jahres ein. Grund genug, sich über den Rest Gedanken zu machen. Vor allem aber sollte man/frau sich auch mit den bereits hinter uns liegenden Monate beschäftigen. Dazu dient uns das Erntedankfest als eine Gute Gelegenheit.

Fragen helfen mir dabei, die wesentlichen Ereignisse zusammenzufassen. Welches Ereignis hat mich bisher am meisten berührt? Was hat mich am meisten beeindruckt? Worauf darf ich dankbar zurückschauen?

Der Unfall, der ‚nur’ mit einem Blechschaden mehr als glimpflich verlaufen ist?

Die Wirtschaftskrise, die ich auch nach neuen Monaten an einem Arbeitsplatz überstanden habe?

Die Krankheit, die nach einer ersten Diagnose viel schlimmer hätte ausfallen können?

Der Verlust, über den ich von vielen Menschen trostvoll hinweggetragen wurde?

Die Enttäuschungen, die nach einiger Zeit nicht mehr so lebensbestimmend wirken?

(Ernte)dank einmal aus einer ganz anderen Perspektive durchdenken, ein Gedanke, der mich packt, erfreut, erwartungsvoll in die letzten Monate des Jahres blicken lässt.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine neue Woche, in der wir die Aussage des Paulus – ...sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus. (Eph. 5:20) – neu entdecken.

Manuel Bendig

066 Sprachlos

 

Sprachlos

 

bin ich manchmal, wenn ich sehe, wie Menschen mit ihresgleichen umgehen; wenn ich davon lese, wie brutal und skrupellos sich Menschen in unserer Gesellschaft verhalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir Worte und Taten finden, um unser Umfeld positiv zu prägen.

Manuel Bendig

065 iGod geht

Mit dieser Schlagzeile locken die Wirtschaftsnachrichten den Leser einer Tageszeitung im Ruhrgebiet sich mit dem Abtreten von Steve Jobs auseinanderzusetzen.

Steve Jobs, einer der ganz Großen in der Elektronikbranche, zieht die Konsequenzen aus seinem schlechten Gesundheitszustand.

Wie kein anderer hat der stets in Turnschuhen und Jeans auftretende Gründer und Kopf der Firma Apple die Computerwelt beeinflusst und in weiten Teilen dominiert.

Nun geht eine Ära zu Ende. Während die Börse um den größten Computerkonzern strauchelt, huldigt die Fangemeinde ihrem Idol. So wird berichtet, dass die sonst auf Fakten, Bits und Bytes fixierten Fans nun für ihren gesundheitlich angeschlagenes Computer-Guru beten wollen.

Bei Twitter sind Kurzmitteilungen zu lesen, die eher nach Huldigung und Anbetung klingen, als nach Genesungswünschen.

Wohl bemerkt, hier ist die Sprache von einem, zweifelsohne begnadeten Erfinder und Geschäftsmann. Nicht von einem Gott oder Heilsbringer.

Wohl bemerkt, es geht hier um Bits und Bytes, wir reden von Elektronischen Bauteilen, die sich nur mit 0 und 1 auskennen. Von Etwas Metall, Kunststoff und anderen Kleinteilen.

Wie viel größer ist da der Schöpfer des Universums?! Wie viel mehr hat der Erhalter des Planeten Erde unsere Huldigung und Anbetung verdient?!

Ich wünsche allen Lesern eine neue Woche, in der wir uns wieder einmal darauf besinnen, woher alles, was wir haben und sind, kommt und wem dafür die Ehre gebührt.

Manuel Bendig

064 Wer ist Schuld?

Tragen die Ratingagenturen eine Mitschuld an der aktuellen Schuldenkrise?“ So wurde ein deutscher Finanzexperte und Chef für den deutschen Zweig einer namhaften Ratingagentur in einem Interview gefragt.

Natürlich, und das hätte im Traum auch keiner anders erwartet, wurde in dem ganzen Interview eine Mitschuld ausgeschlossen. Ja, die Schuld wurde klar eingegrenzt – die anderen sind schuld.

Auch der Hinweis, dass die Herabstufung der Wirtschaft eines Landes in einer Krise wie ein Brandbeschleuniger wirke, beantwortete der Finanzexperte mit dem lapidaren Satz: „Wir schaffen Transparenz.“

Wer sich nun darüber aufregt, sich wünscht, dass Menschen (und in der Tat sind es nicht nur die Ratingagenturen) für ihr Handeln auch einstehen, sollte kurz inne halten und an die eigene Nase fassen.

Da uns das bekanntlicherweise immer ziemlich schwer fällt, hilft uns vielleicht ein Blick in die Vergangenheit. Genauer gesagt in die Zeit des Sündenfalls 1. Mose 3).

Als Gott Adam und Eva fragte, ob sie von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegessen hatten, war ihre Antwort kein klares Ja. Auch kein gelogenes Nein. Sondern: „Die Frau, die du mir zur Seite gestellt hast, gab mir davon!“ Oder Evas Antwort: Die Schlange hat mich getäuscht, darum aß ich.“

Wer war Schuld? Wie schnell sind wir dabei einen Schuldigen für irgendwelche Fehler oder ein Versagen zu finden. Wie (vor)schnell sind wir dabei Fehler zuzuordnen, ohne die wahren Hintergründe zu kennen?

Ich wünsche allen Lesern eine neue Woche, in der wir genauer hinsehen, hinhören und nicht die Schuld verschieben. Getreu der Aufforderung Jesu: „Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!“ (Joh. 8:7)

Manuel Bendig

063 Web 2.0

Ein Begriff für die interaktive Nutzung des Internets. Hierbei konsumiert der Nutzer nicht nur den Inhalt. Er stellt selbst Inhalt zur Verfügung.

Das klingt gut. Der Nutzer kann gleichzeitig passiv und aktiv in das WWW eingreifen. Hat er eben z.B. noch einen Beitrag über die jüngste Entwicklung der Genforschung gelesen, kann er seine persönliche Meinung dazu auf den unterschiedlichsten Internetportalen kundtun.

Wie so vieles in unserer Welt hat alles Gute auch eine Seite, die man negativ nutzen kann. Ob es die Propaganda gegen rechte oder linke politische Gesinnung ist. Oder ob sich jemand viel Mühe gibt Personen in der Öffentlichkeit zu defamieren. Bis hin zu den Möglichkeiten die Welt mit Verschwörungstheorien zu beunruhigen.

Web 2.0 also eher Fluch, als Segen für die Menschheit?

Die Bibel gibt uns, wie für so viele andere Situationen unseres Lebens, ein weises Prinzip mit auf den Weg durch das Leben. Im 1. Brief an die Thessalonicher fordert Paulus die Nachfolger Jesu dazu auf alles zu prüfen und das Gute zu behalten. (1. Thess. 5:21)

Paulus geht sogar noch ein Stück weiter, indem er uns auffordert das Böse in jeder Form zu meiden.

So ist auch im Web 2.0 unsere Verantwortung gefragt. Die Verantwortung zu prüfen und nach der Prüfung das Gute zu behalten und das Böse zu meiden. Angesichts der Menge an Informationen die wir tagtäglich über das World Wide Web erhalten, ist es ratsam sich die drei Siebe des Sokrates in Erinnerung zu rufen. 

Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Haben wir geprüft, ob die Information wahr ist? Das zweite ist das Sieb der Güte. Haben wir geprüft, ob die Information gut ist? Und das dritte Sieb beinhaltet die Frage, ob es notwendig ist, die Information weiter zu tragen.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine neue Woche, in der wir bei allem, was auf uns einstürmt, das Prinzip des Paulus durch die Verwendung der drei Siebe umsetzen.

Manuel Bendig

062 Kühltruhe

„... eine zusätzliche Kühltruhe zu haben hat Dringlichkeitscharakter.“ Diesen Satz las ich heute in einer EMail. Und ich stolperte über das Wort zusätzlich.

Was sagt der Satz über den Absender aus? Der Absender hat bereits eine Kühltruhe. Davon muss man ausgehen. Über die Begründung der Aussage, dass er eine zusätzliche Kühltruhe benötigt, muss man nun spekulieren. Und seien wir doch mal ganz ehrlich, das fällt uns doch leicht und macht auch Spaß, oder?

Wenn die Kühltruhe, die ja schon im Besitz des Absenders ist, defekt wäre, würde nicht von einer zusätzlichen Kühltruhe die Rede sein.
Wenn die Kühltruhe nicht defekt ist, fängt das Spekulieren erst so richtig an. Wozu noch eine Kühltruhe, wenn doch so viele Menschen
auf dieser Erde gar nichts zu essen haben.

Wozu um alles in der Welt benötigt dieser Mensch eine zusätzliche Kühltruhe. Was ist das nur für ein Mensch, der nicht mit dem zufrieden
ist, was er bereits an Wohlstand und Luxus angehäuft hat?

Bevor wir uns verärgert in Rage denken, will ich doch gern an ein biblisches Prinzip erinnern, dass wir viel zu häufig missachten. Das
Prinzip, dass Gott uns durch ein Bild verdeutlicht.

Der Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an. (1. Sam. 16:7)

Wenn man die oben erwähnte Mail weiterliest, auch das tun wir viel zu selten, denn Schlagzeilen reichen uns häufig aus, um uns ein Bild
zu machen. Wenn man weiterliest, dann erfährt man, dass es um eine Kühltruhe geht, die in der Betreuung von hilfsbedürftigen Kindern
benötigt wird. Es geht darum, dass bei der Spende von Lebensmitteln die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf. Also eine Kühltruhe für ein Hilfsprojekt.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine neue Woche, in der wir immer genau hinschauen. In der wir uns des Prinzips Gottes erinnern und
nicht vorschnell (ver)urteilen.

Manuel Bendig

061 Musik für die Ohren

Eltern meinen es in der Regel ja gut mit ihren Kindern. Manchmal schießen sie sogar über das Ziel hinaus.
So nehmen Eltern heute gern das Angebot der Musikindustrie an und kaufen für ihre Jüngsten Klassik für (Lebens)Anfänger.
Nach dem Motto je früher mein Kind die klassische Musik wahrnimmt, desto besser erwerben sie ein gutes Musikgefühl.

In der Tat ist es so, dass die Kinder ihre Umwelt bereits in den ersten Lebensmonaten (sogar schon während der Schwangerschaft) wahrnehmen.
So war unsere Enkeltochter (sieben Monate als) letztens sichtbar verunsichert, als am Ende des Vormittags-Gottesdienstes das Segenslied gesungen wurde, das ihr ihre Eltern jeden Abend vorsingen.

Und während ich über mein Musikempfinden, -Geschmack und – Konsum nachdenke, wird mir wieder einmal bewusst, dass unser Schöpfer in seiner Weitsicht und Liebe zum Detail uns Menschen wirklich wunderbar geschaffen hat. Vom Beginn des Lebens bis zum Tod setzt er uns nicht in eine Zelle, die uns von unserer Umgebung abschirmt, sondern mitten hinein in unser Umfeld.

Mit allem, was unsere Umwelt zu bieten hat, Tönen, Gefühlen, Berührungen kommen wir von Beginn unseres Lebens in Kontakt. Und wir lernen davon ein Leben lang!

Wir sind aber nicht nur auf das Lernen angelegt, sondern auch auf das Lehren. So sind es die Menschen selbst, die Gott dazu bestimmt hat einander zu lehren.

Welches perfekte System! Die Lernenden lehren einander. Es beinhaltet aber auch einen verantwortungsvollen Umgang miteinander. Wenn mein Verhalten, mein Vorbild das Umfeld lehrt und
prägt, dann ist es weit mehr als die Musik-CD, die ich einem Kind bereits in den ersten Lebensmonaten vorspiele.

In diesem Sinne wünsche ich eine gelungen neue Woche, in der uns immer wieder bewusst wird, welche Wirkung unsere Worte und Taten auf unser ganzes Umfeld haben.

Manuel Bendig

060 EHEC

Enterohämorrhagische Escheri-chia coli (EHEC) sind bestimmte pathogene Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli (E. coli), die  beim  Menschen  gefährliche blutige Durchfallerkrankungen auslösen können.

So die Definition  der vier Buchstaben durch Wikipedia. Vier Buchstaben, die uns inzwischen angsterregend vor Salatgurken, Tomaten und ähnlichem Gemüse zurückschrecken lassen.

Wie in so vielen Bereichen unseres Lebens verhält es sich auch mit dieser Krankheit. E. coli ist eigentlich ein weit verbreiteter Bestandteil der normalen Darmflora des gesunden Menschen.

Erst die Veränderung durch andere, von außen hinzukommende Faktoren lassen aus dem Normalen etwas A-Normales, Krankhaftes werden.

Normalerweise ist Peter H. ein ganz normaler Jugendlicher, der seinem Hobby nachgeht und völlig unauffällig in seinem Umfeld lebt. Erst das Bier, der Schnaps, den er zu viel getrunken hat, macht ihn zu einem unberechenbaren, wild um sich schlagendes Ungeheuer.

Und ich ertappe mich bei den Gedanken, was das denn mit mir zu tun hat. Ich habe mich doch im Griff. Ich kenne doch meine Grenzen!?

Findet in unserem Leben nicht ein ähnlicher Prozess statt, wie den, den wir bei E. coli oder Peter H. finden. Gibt's nicht auch in unserem Leben Gelegenheiten, Anlässe oder Entscheidungen, die uns urplötzlich in ein Verhalten hineinmanövrieren, dass wir eigentlich gar nicht wollen?

Die Bibel nennt dies Sünde. Aus einem ganz normalen Vorgang wird durch eine falsche Entscheidung ein Handeln, dass nichts mehr mit dem Lebensentwurf Gottes für uns Menschen zu tun hat. Diesem völlig konträr gegenübersteht.

Mit dem einen kleinen Unterschied. Wir müssen den Grund nicht lange untersuchen. Wir benötigen keine Antibiotika. Und wir müssen daran auch nicht sterben. Ursache und vor allem der Heilungsweg sind hinreichend bekannt. Apostelgeschichte 10:43

059 Weltuntergang

Am 21. Mai um 18 Uhr ist es wieder soweit. Die Welt geht unter. So jedenfalls behauptet es der US-amerikanische Prediger Harold Camping.

Das jüngste Gericht wird schon seit Monaten von dem 89jährigen Prediger aus Oakland, US-Bundesstaat Kalifornien) angekündigt.

Für seine Botschaft sprechen biblische Zahlen, Daten und die jüngsten Naturkatstrophen. Hinzu, so Camping, sei der moralisch bedenkliche Zustand der christlichen Kirche ein deutliches Zeichen für das bevorstehende Ende der Welt.

In der Tat ist die Zeit in der wir leben keine leichte. Die Menschen auf unserem Globus leiden an den unterschiedlichsten Situationen und Gegebenheiten.

Ungerechtigkeit, Hass, Leid und Not sind unsere ‚treuen’ Begleiter durch das Leben in dieser Welt. Da ist es nicht verwunderlich, dass Menschen ihrer Sehnsucht nach Erlösung Ausdruck verleihen.

Die Bibel berichtet ja auch davon, dass Jesus Christus in den Wolken des Himmels wiederkommen wird. Sie berichtet im Matthäusevangelium (Kap. 24) davon, dass die Zeit unmittelbar vor seiner Wiederkunft eine schwere, mit katastrophale Züge, sein wird.

Jesus überlässt die Menschen dabei nicht dem Zufall. Klar und unmissverständlich berichtet er von den Wehen der letzten Zeit.

Aber, und das sagt er in diesem Zusammenhang genau so unmissverständlich, niemand wird vorher den Augenblick (weder Zeit noch Stunde) seines Kommens wissen.

Viele Kirchen und christliche Gruppierungen (auch Harald Camping) haben in den letzten Jahrzehnten den Weltuntergang vorhergesagt. Stets ohne Erfolg. Jesus Christus wäre unglaubwürdig, wenn man den Zeitpunkt des Weltuntergangs bestimmen könnte.

Mit einem zweiten Aber, möchte ich meine Wünsche für die neue Woche einleiten. Aber dass ER kommt, so, wie er es versprochen hat, das steht für mich fest! In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir voller Hoffnung aktiv auf unseren Herr warten.

Manuel Bendig

058 Superlative

Die Stadt Dortmund spricht seit Wochen von nichts anderem mehr. “Positiver Ausnahmezustand,“ skandiert das Stadtportal Dortmund im Internet.

Zum Saisonabschluss wir der frisch gebackene Fußball-Meister 2011, Borussia Dortmund, seine Fans und seine Stadt nicht enttäuschen. Das letzte Spiel soll sportlich zu einem rauschenden Fest werden.

Nachdem dann im Anschluss an das Spiel die Meisterschale durch die Mannschaft in Empfang genommen wird, gibt es kein Halten mehr. Denn Vizekapitän Roman Weidenfeller wird den über 80.000 Fans im Stadion dann die Schale präsentieren.

Eine der belebtesten Bundesstraßen der Republik, die B1, wird für die dann beginnenden Feierlichkeiten bis zum Montag Morgen gesperrt. Die Stadt rechnet mit 100.000 – 150.000 Fans, die rund um das Stadion und natürlich bis zum Borsigplatz, der Wiege des, BVB ausgelassen feiern.

Nicht nur im Stadion wird es laut zugehen. Wenn die Menge das Borussialied anstimmt, wird der Signal Iduna Park und die Westfalenhallen beben - Gänsehaut ist garantiert.

Ein Stadt mit rund 600.000 Einwohnern außer Rand und Band. Selbst die Menschen, die sich sonst weniger für Fußball und den BVB interessieren, kennen sich aus mit den Namen der Stars, tragen die Farben schwarz gelb und schwimmen mit auf der Welle des Erfolgs.

So gesehen kann man in allen Bereichen von Superlativen sprechen.

Szenenwechsel. Es ist nicht eine Stadt, die jubelt. Es ist nicht eine Mannschaft, die als Meister aufläuft. Es sind nicht die Farben schwarz gelb und es gibt keine Schale.

Die Bibel berichtet davon, dass Jesus Christus in den Wolken des Himmels wiederkommen wird. Sie berichtet davon, dass die Feier mit dem Erlöser nicht nur zwei Tage dauern wird, sondern nie enden wird.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir neben der Freude über den gewonnenen Fußball-Meistertitel uns stets darauf besinnen, dass Jesus Christus der Meister des Lebens ist, der Zukunft schenkt. Wenn das keine Superlative ist...

Manuel Bendig

057 Verdienst

Er dachte, er habe den Stein der Weisen gefunden, als er sich Gedanken darüber machte, warum ein liebender Gott soviel Leid auf Erden zulässt.

Der Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz, fand als Antwort heraus, dass Gott den Menschen so sehr liebt, dass er ihm seinen freien Willen lässt, auch den, Böses zu tun oder zu bewirken. Insofern hat der liebende Gott die beste aller möglichen Welten erschaffen.

Es war 1755 ein Erdbeben, dass auch dieses Gedankengebäude der Welterklärer zusammenstürzen ließ. Ein Erdbeben im Ausmaß von 9,0 auf der Richterskala.

Die Weltstadt Lissabon wurde dem Erdboden gleichgemacht. An einem Sonntagmorgen brachen die Kirchen über den Gläubigen zusammen. Nur das Stadtviertel in dem die Prostituierten lebten wurde verschont und der Mensch mit seinem freien Willen konnte nichts, aber auch nichts dagegen oder dafür tun.

Warum Gott das zulässt, womit haben die Menschen das verdient? Es gibt Fragen, die kommen immer mal wieder zu uns zurück.

So z.B. Womit haben wir das verdient, dass die Welt um uns herum wieder erblüht und uns mit ihrer bunten Blütenpracht in ihren Bann zieht?

Womit haben wir das verdient, dass ich ein unermessliches Glück empfinde, weil ich liebe Menschen zu meiner Familie und meinen Freunden rechnen darf?

Womit habe ich es verdient, dass der liebende Gott in seiner Vorausschau seinen Sohn auf unsere Erde schickte, damit wir leben können?

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein Osterfest, an dem wir neben den vielen Begegnungen uns wieder dessen bewusst werden, dass wir die Liebe Gottes geschenkt bekommen haben.

Ob wir uns mit unserem freien Willen entscheiden, diesem Gott zu vertrauen, das liegt ganz bei uns!

Manuel Bendig

Nach einer Idee von Johanna Haberer

056 Identität

 

Letztens hatte ich die Gelegenheit in der Autostadt Wolfsburg an einer Werksführung teilzunehmen.

Ein wahrlich beeindruckendes Erlebnis. Allein die Dimensionen dieses Autowerkes mit seinen zehntausenden von Arbeitnehmern faszinieren den beeindruckten Besucher.

Der Mitarbeiter, der an diesem Tag die Führung durch das Presswerk und die Montagehalle leitete, erweiterte den Blick des aufmerksamen Besuchers in eine weitere Dimension.

In seiner Darstellung von Zahlen und Fakten gab er der Führung einen perfekten Einblick in die Philosophie, den Erfolg und die Größenordnung des Unternehmens. Er zelebrierte für jeden Gast seine Identität mit seinem Arbeitgeber, seinen Kollegen und natürlich den Produkten.

Ohne Aufdringlichkeit oder plumpe Werbung, mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit, umgab er die Besucher mit dem Gefühl, dass es sich lohnt ein Teil dieser ‚Familie’ zu sein.  Man spürte, dass für ihn alle zu dieser Familie gehören; von der Vorstandsetage bis zum Lokführer, vom Parkwächter bis zum Konstrukteur.

Auf dem Heimweg blieb dieser Eindruck, der übrigens auch bei allen anderen Mitarbeitern zu spüren war, haften. Und irgendwie lässt er mich nicht los.

Zwangsläufig frage ich mich, wie es um meine Identität steht. Nicht gegenüber der Automarke, die auf meinem Auto steht, nicht gegenüber meinem Arbeitgeber, meiner Kirche.

Wohl aber gegenüber dem, der alle Dimensionen dieser Welt, ihrer Regierungen und Konzerne um ein tausendfaches überschreitet. Meinen Gott und Schöpfer.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche in der wir unsere Identität neu hinterfragen und uns über die Art und Weise, wie selbstverständlich und natürlich wir sie leben, neu Gedanken machen!

Manuel Bendig

055 Klarheit

 

Die Hemden mit kontrastierendem Ärmelpatch gehören zu den Keypieces des Casual-Styles. Dieser Satz stammt aus einer Werbung für Hemden.

Einmal ganz abgesehen davon, dass wir im Zeitalter der Globalisierung im täglichen Leben eine Unmenge von Wörtern, Begriffen und Redewendungen nutzen, deren Ursprung mit der deutschen Sprache recht wenig zu tun hat, drückt das obige Beispiel auf wunderbare Weise aus, wie etwa ein Gegenstand beschrieben wird, ohne dass die Erklärung auf den ersten Blick (und das sollte bei einer Werbung doch der Fall sein) verständlich wird.

Zwangsläufig frage ich mich, ob ich mit dem, was ich meinem Umfeld erklären möchte, verstanden werde. Kann es sein, dass ich mich so verquer ausdrücke, dass mein Gegenüber mich nicht versteht?

Und wie ist das mit dem was bei mir ankommt? Gebe ich mir überhaupt die Mühe, herauszufinden, was hinter dem steht, das mir mitgeteilt wird?

Zugegeben, ich habe mir die Werbeerklärung Wort für Wort angesehen, analysiert und übersetzt. In etwas könnte der Satz auch so lauten: Die Hemden mit in die Augen stechenden Ärmelaufnähern gehören zu den Kernstücken des zwanglosen Stils.

Aber wer macht sich schon die Mühe, sich die Botschaften, die uns erreichen, zu sezieren, um sie zu verstehen? Könnte es sein, dass wir über solche Sätze hinweglesen oder -hören?

Wenn ich gefragt werde, was meinen Glauben ausmacht. Wenn ich gefordert bin, meine Sicht vom Lebensentwurf Gottes für das Leben zu berichten. Ist es dann ein hochkompliziertes Wortgebilde, das ich meinem Gegenüber vermittle? Oder formuliere ich so, dass man mich, und damit Gott (zumindest) sprachlich versteht?

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche in der wir unsere Gedanken und Worte gut überlegen und verständlich formulieren!

Manuel Bendig

054 Solidarität

 

In weiten Teilen unseres Landes wurde und wird zu Mahnwachen, Gedenkveranstaltungen und Sympathiekundgebungen für das Leid geplagte Japan aufgerufen.

Fußballspieler tragen bei dem Kampf um den Sieg schwarze Armbinden. Alle Medien berichten rund um die Uhr überwiegend mitfühlend von den schrecklichen Auswirkungen des Erdbebens vom 11. März auf dem viertgrößten Inselstaat der Welt.

In den Berichten werden Menschen und ihre Schicksale vorgestellt. Es wird von den provisorischen, unzureichenden Auffangstationen der Menschen berichtet, die teilweise alles verloren haben.

Was bleibt uns angesichts solcher dramatisch Berichte? Eine Diskussion über die Nutzung von Atomkraft, weil in Japan ein GAU droht? Eine Mahnwache hier und eine Menschenkette dort?

Wo sind wir im ca. 9.000 km entfernten Deutschland gefordert?

In Matthäus 25 ist es kein Geringerer als Jesus, der uns fordert. „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Vers 45) Die Geringsten sind nicht die Minderwertigen, sondern die Menschen in Not! Es sind nicht die Brüder, sondern die Menschen an sich. In unserem direkten Umfeld wie auch im fernen Japan.

Auf die Frage, wo wir gefordert sind gibt der 1. Brief an Timotheus eine eindeutige und unmissverständliche Antwort. „So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen,...“ (2:1) Wenn wir in diesen Tagen und hoffentlich auch in den kommenden Wochen und Monaten für die Menschen in Japan Solidarität zeigen wollen, dann gibt es dafür einen einfachen und von Jesus erklärten, eindeutigen Weg.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern (mehr als) eine Woche in der wir unsere Solidarität in der Fürbitte erweisen!

Manuel Bendig

053 Leitbild

 

"Eine Gesellschaft hat auf Sand gebaut, wenn sie kein Leitbild hat." Mit dieser Aussage hat CSU-Chef Horst Seehofer seine Parteifreunde beim politischen Aschermittwoch wohl aufrütteln wollen.

In unserer Straße sind Straßenarbeiter seit Monaten dabei die Rohre für Wasser und Gas zu erneuern. Anfänglich war es interessant zu sehen, wie schnell sie bei der Arbeit waren. Die Straße wurde aufgerissen, Löcher gebuddelt, Rohre gelegt. Den Asphalt und die Steine, die beim Aufreißen der Straße in Containern abtransportiert wurden bekam man nicht mehr zu sehen

Nachdem die Rohre angeschlossen waren, fuhr der Bagger den ganzen Tag Sand durch die Straße. Feinsten Sand, über den sich jedes Kind für die eigene Sandkiste freuen würde. Unweigerlich fragte ich mich, wieso nehmen die nur Sand?

‚Auf Sand bauen’ ist einerseits eine schöne Sache. Man muss sich nicht so sehr anstrengen. Feiner Sand fließt in die engsten Winkel und stopft jedes Loch. Wie aber soll auf dieser Sand-Schicht ein Auto fahren, ein Müllwagen stehen...?

Die Straßenarbeiter in unserer Straße verstehen etwas von ihrem Handwerk. Nach dem Sand kam der Schotter, der mit einer lärmenden Rüttelmaschine verdichtet wurde, bevor der neue Asphalt die Baustelle wieder ganz schließt.

Ein Leitbild (ob für die Gesellschaft oder für mich persönlich), ist so fest, ist so verdichtet ist so stark, wie ihr Untergrund. Aber das Leitbild allein macht aus uns noch lange keine starke Gesellschaft, macht noch lange keine starke Persönlichkeit aus mir.

Jesus macht in Matthäus 7:24ff deutlich, dass der, der seine Rede hört und tut stark wird und einen festen Boden unter den Füßen hat.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche mit festem Boden unter den Füßen, weil wir auf unser Leitbild achten!

Manuel Bendig

052 Respekt

 

bezeichnet nach Wikipedia eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person oder Institution.

Wir erkennen sehr schnell und sensibel, wenn Wertschätzung fehlt. In der letzten Woche erst habe ich in einem Gespräch mit Teenagern gespürt, dass es für uns Menschen offensichtlich sehr schwer ist, einem Gegenüber Respekt zu zollen. Sie sprachen über den Umgang zwischen Schülern und Lehrern. Und es wurde deutlich, dass beiden Gruppen gegenüber es teilweise an sämtlicher Wertschätzung fehlt.

Doch ehe wir uns als Außenstehende darüber auslassen, wie schlecht die Welt doch geworden sei, überhaupt die Jugend...  Fassen wir uns bitte zu allererst an die eigene Nase!

Wie groß ist unsere Ehrerbietung einem vermeintlich Schwächeren gegenüber. Wie stark spüren wir die Notwendigkeit einem ungeliebten Nachbarn oder Kollegen gegenüber Aufmerksamkeit zu schenken. Wie hoch ist unsere Wertschätzung Menschen gegenüber, die versagt haben, und deren Fehler uns ärgern?

Bei der Geste des Jungen, die uns ja nie und nimmer in den Sinn käme (?), ist es bezeichnend, dass drei Finger direkt auf ihn zeigen. Ob ‚Stinkefinger’ oder abwertender Gedanke. Ob negativ wertende Gesten oder menschenverachtende Worte. Die Art, wie ich anderen Menschen begegne zeigt immer auf mich zurück.

Jesus hat das in der Bergpredigt und auch später auf einen klaren Punkt gebracht, der inzwischen schon sprichwörtlich geworden ist. Geht so mit anderen um, wie die anderen mit euch umgehen sollen. In diesem Satz sind das Gesetz und die Propheten zusammengefasst. (Matthäus 7:12)

In diesem Sinne, wünsche ich uns die Kraft allen Menschen Respekt zu zollen!

Manuel Bendig

051 7 Cent

 

Für diesen Betrag bekommt man heutzutage kam etwas sinnvolles zu kaufen. Aber 7 Cent können einen ganz schön nerven und aus der Reserve locken.

In einem Verein habe ich die Aufgabe eines Revisors übernommen. Ein leichter Job, da ich mir die Aufgabe mit zwei weiteren, kompetenten Revisoren teilen darf. Momentan ist die Jahresabrechnung für das Jahr 2010 zu prüfen. Und hier kommen die 7 Cent ins Spiel. Bei der Prüfung, wir mussten nur noch ein paar Zahlen vergleichen, fiel uns eine Differenz von gut 600 Euro auf. Kein Beinbruch, da die Finanzen vorbildlich geführt wurden. Ein Zahlendreher vielleicht? Eine falsche Übernahem eines Vortrags aus dem Vorjahr? Wir verglichen, rechneten und rätselten.

Nach längerem hin-und her rechnen fiel uns dann der Fehler auf. Durch eine um 7 Cent zu niedrige Überweisung wurden Summen eingebucht, storniert und und. Dabei wurde der fehlende Betrag von 7 Cent ausgebucht (als gezahlt angesehen). Da dieser völlig normale Vorgang nicht auf Anhieb in der Bilanz zu erkennen ist, mussten wir längere Zeit suchen.

Es sind häufig im Leben die kleinen Dinge, die Lappalien, die Großes nach sich ziehen. Ein Wort zum falschen Zeitpunkt; ein kurzer Blick in die falsche Richtung; ein falscher Mausklick – und die Folgen lassen nicht lange auf sich warten.

Wie gut wäre es da, einen Lebensrevisor hinter sich zu wissen. Jemanden, der einen auf Fehler und deren Folgen aufmerksam macht.

Die Bibel spricht davon, dass Jesus, direkt vor seiner Himmelfahrt, seinen Jüngern den Heiligen Geist versprochen hat Apg. 1:8), der genau diese Funktion übernimmt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir bereit sind für die Revision des Himmels. So können Fehler nicht nur aufgedeckt, sondern auch berichtigt werden.

Manuel Bendig

050 Luftdruck

 

„Wie oft misst du eigentlich deinen Reifendruck?“ wurde ich gefragt. Meine Antwort: „Regelmäßig!“ In dieser Woche stellte sich beim Fahren aber so ein ungewohntes Gefühl ein.

Es war so, als ob man auf einen Schlauchboot eine Rodelbahn hinunterfährt. Es fühlte sich so weich an, als ob man um die Ecken schwebt. Auf der Tankstelle ging ich dann mit prüfendem Blick um mein Auto. Einen Platten konnte ich nicht entdecken. Aber die Reifen machten auch nicht gerade einen prall gefüllten Eindruck.

Die Reifendruckmessung brachte es dann an den Tag. Der Reifendruck war eindeutig (in drei Reifen!) zu niedrig. Und das, obwohl ich doch ‚regelmäßig’ den Reifendruck prüfe!

Glücklicherweise keine Reifenpanne - im eigentlichen Sinn! Aber ein schleichender, erst kaum erkennbarer Verlust der Luft.

Wenn wir müde und abgekämpft sind, dann sprechen wir davon, dass die Luft raus ist. Wir merken das, weil wir uns müde fühlen und keine Kraft mehr besitzen. Der Antrieb fehlt. Irgendwann ist dann alles egal. Hauptsache wir haben unsere Ruhe.

Im Leben als Christ ist das nicht anders! Da fehlt ab uns zu auch der ‚Luftdruck’. Man merkt, dass das es mit dem Kirchgang, dem Gebet oder dem Achten auf die Werte nicht mehr so rund läuft. Alles ist – wie bei meinem Auto – im Schwimmen begriffen.

Wann hast du das letzte mal deinen geistlichen Luftdruck überprüft. Oder anders ausgedrückt: Wann hast du Gott das letzte Mal darum gebeten, dich neu mit seiner Energie zu füllen?

Allen Lesern wünsche ich eine Woche, in der wir neue ‚Luft’ bei dem tanken, der sie uns versprochen hat. Lassen wir uns von IHM mit dem füllen, was wir benötigen, um sicher und zufrieden durchs Lebens zu kommen. Er hat uns zugesagt, uns im Überfluss zu schenken (Joh. 10:10), entgegennehmen müssen wir sie aber selbst.

Manuel Bendig

049 Betriebssystem

 

Es war wieder einmal so weit! Die Geschwindigkeit meines Internetzugangs hatte die Tendenz im nächsten Rennen mit einer Schildkröte klar den Kürzeren zu ziehen.

Also rief ich bei der Hotline meines Providers an, um mich nach einer eventuellen Störung zu erkundigen. Die Antwort war eigentlich schon vorher klar. „Nein, am Anschluss kann es nicht liegen! Haben Sie schon mal ihre Konfiguration überprüft?“

Das ist das Spiel, dass jeder Anrufer bei einer Hotline so liebt. Bis gestern ging alles wunderbar. Heute den PC einschalten, und plötzlich ist alles anders. Und dann der Tipp, die Einstellung zu überprüfen. Aber die nette Stimme blieb ruhig und versuchte mich davon zu überzeugen, dass wir gemeinsam die Einstellungen am Router und am PC überprüfen können.

Und dann kam es, wie es kommen musste. Ich sollte meinen Internetbrowser öffnen. Nachdem ich beteuerte, dass sich die gewünschte Software nicht auf meinem PC befinde und überhaupt ich nicht an der gewünschten Stelle ein Häkchen setzten kann, kam die Frage nach dem Betriebssystem. Und dann ein langgezogenes achsooooo!

Kennst du das? Kennst du das Gesicht deines Gegenübers, wenn du gestehen musst, dass dein ‚Lebens – Betriebssystem’ sich von dem deines Gegenübers unterscheidet? Wenn du erklären musst, dass Jesus Christus dein Betriebssystem ist, und nicht irgend eine andere Person, Idee oder Ideologie? Wenn du klar machst, dass sich deshalb in deinem Leben Entscheidungen und Werte von den sonst üblichen unterscheiden? Wenn du zu deinem Betriebssystem stehst, kennst du das...

Allen Lesern wünsche ich eine Woche, in der wir uns neu auf unser Betriebssystem besinnen. Lassen wir uns von IHM durch das Leben führen. Übrigens: Seine Hotline ist absolut kostenlos und hat für jede Störung eine funktionierende Lösung!

Manuel Bendig

048 In die Jahre gekommen

 

Kennst du das? Du siehst über einen langen Zeitraum – also gemeint sind Jahre - auf einen Gegenstand. Und ab einem bestimmten  Zeitpunkt nimmst du ihn gar nicht mehr wahr.

Da ist zum Beispiel ein Bücherregal. Du nutzt es, indem du Bücher nicht nur aufbewahrst, sondern regelmäßig heraus nimmst, wieder hineinstellst.

Dass die Regalbretter sich in den letzten Jahren durchgebogen haben, nimmst du nicht wahr. Bis dann der Zeitpunkt kommt und dich jemand auf den Zustand des Regals hinweist.

Mir ist das so gegangen mit meinen Bücherregalen. Einige Bretter hingen wirklich ziemlich durch. Als meine Frau mich darauf hinwies, dass die Bretter doch einen ganz schön starken Durchhänger hätten, reagierte ich erst einmal ganz gelassen. ‚Ach, so schlimm ist das doch gar nicht. Und außerdem, sind die Bretter doch noch gar nicht so alt.’

Kennst du das? Also ich meine nicht unbedingt die Geschichte mit den Regalbrettern, sondern so im täglichen Leben, wo sich Gewohnheiten eingeschlichen haben, die du gar nicht mehr wahrnimmst. Die einfach ein Teil von dir geworden sind, dir aber, wenn du näher hinschaust, gar nicht so gut gefallen. Oder schlimmer noch, jemand anderes macht dich darauf aufmerksam.

Wie reagieren wir darauf? So, wie ich es anfänglich mit meinen Bücherregalen getan habe? ‚Alles nicht so schlimm...’

Nach längerem Zögern habe ich die alten, in die Jahre gekommenen Regale gegen neu ausgetauscht. Und da wurde mir wieder klar, warum ich/wir uns so zögerlich verhalten. Die Änderung ist mit Arbeit verbunden – bei den Regalen, wie im täglichen Leben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir uns von Gott den Blick für die Realität in unserem Leben schärfen lassen und uns von ihm mit dem Wollen und Umsetzen beschenken lassen.

Manuel Bendig

047 Felgen und anderes Zubrhör

 

Neulich traf ich meinen Nachbarn in der Tiefgarage. Wir kamen über Dies und Das ins Gespräch. Und unweigerlich, wir standen ja schließlich in der Tiefgarage, kamen wir auf das Thema Auto.

Tagfahrlicht, Wendekreis, Jahreswagen und Navigationsgerät. Wenn man(n) erst einmal dabei ist, dann läuft es wie von selbst.

Irgendwie ist mir das Felgenthema im Gedächtnis haften geblieben. Felge, das ist ja nicht einfach nur ein Rad aus Metall, auf das man den Reifen spannt.

Felgen, das hat was mit Breite und mit Durchmesser zu tun. Da spielt das Material, die Pflege und nicht zuletzt das Aussehen eine wichtige Rolle. Wenn man sich ein wenig mehr mit den Felgen seines Autos beschäftigt, dann merkt man (übrigens auch frau) wie vielseitig und kompliziert es da werden kann.

Was ist übrig geblieben, von dem Gespräch in der Garage? Einfach nur Felgen, oder Kohlefaserverbundfelgen, 8,5x20, gewichtoptimiert und hochglanzpoliert?

Übrig geblieben ist, wie schnell Menschen sich für Schönes begeistern können. Wie schnell aus dem Notwendigen das Elegante, aus dem Alltäglichen das Außergewöhnliche wird.

Ein Gedanke lässt mich aber nicht mehr los. Wie sehr begeistert mich der, der das Universum, unseren Planeten, uns geschaffen hat? Der, der sich nicht mit dem Notwendigen zufrieden gegeben hat. Der, der Perfektion und Schönheit für die ganze Schöpfung, jeden Halm, jedes Tier und erst recht für jeden Menschen als Selbstverständlichkeit ansieht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir uns an den Schöpfer erinnern, der alles auf dieser Welt, vor allem uns, seine Geschöpfe perfekt erdacht und geschaffen hat.

Manuel Bendig

 

046 Der Esel

 

In der vergangenen Woche bin ich auf eine Fabel1 gestoßen, über die ich mit Jugendlichen diskutiert habe.

Eines Tages fiel der Esel eines Bauern in den Brunnen. Mitleidserregend schrie das Tier Stunde um Stunde, während der Bauer überlegte was zu tun sei. Zuletzt kam er zu dem Schluss, dass das Tier doch sehr alt und verletzt sei und dass der Brunnen sowieso aufgefüllt werden müsse, dass es somit nicht der Anstrengung wert sei, den Esel zu retten.

Er lud alle seine Nachbarn ein, ihm zu helfen. Und so griffen sie alle zur Schaufel und begannen Erde in den Brunnen zu füllen. Der Esel schrie und trampelte trotz seiner Verletzung herzzerreißend.

Nach einiger Zeit ließ sein Geschrei zur Verwunderung aller plötzlich nach. Einige Schaufelladungen später schaute der Bauer in den Brunnen hinunter und was er sah, erstaunte ihn sehr.

Mit jeder Schaufel Erde, die auf seinen Rücken landete, tat der Esel etwas Erstaunliches: er schüttelte sie ab und stellte sich darauf. Und sowie der Bauer und seine Nachbarn mehr Erde hinunterschaufelten, so schüttelte er auch diese ab und stieg dabei Schritt für Schritt höher. Nachdem nun einige Zeit vergangen war, erschienen zum Erstaunen aller die Vorderbeine des Esels über dem Brunnenrand - und schließlich sprang das Tier heraus.

Das Leben wird auch in den kommenden Wochen und Monaten so manche Probleme, Dreck und Unrat mit sich bringen und auf uns abladen. Die Kunst des Lebens besteht darin, den Schwierigkeit und Problemen begegnen.

Mit dem Bewusstsein, dass der Herr uns begleitet, uns in unserer jeweiligen Situation nicht aus den Augen verliert, gilt es das unsrige zu tun und gleichzeitig auf die Hilfe und Gnade Gottes zu vertrauen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir kraft- und Vertrauensvoll nach vorn schauen können.

Manuel Bendig

 

1 Quelle unbekannt

045 Der Worte sind genug gewechselt...

 

In diesen Tagen werden die Menschen des Jahres gekürt. Darüber hinaus sprechen wir von den Momenten des Jahres, dem Wort und dem Unwort des Jahres wird eine große Bedeutung beigemessen. Natürlich gibt es unzählige Preise. Angefangen von Nobelpreisen, Buchpreisen oder auch Auszeichnungen für negativ aufgefallene Menschen und Organisationen, sind da noch der Vogel, der Baum ... des Jahres.

Nun sind es am letzten Tag des Jahres noch die Worte des Jahres, die uns von den Medien angeboten werden. Von Politikern über Künstler, von Promis über Philosophen – alle geben das Jahr über Unmengen von Wörtern von sich, die ab und zu als Worte des Tages oder gar des Jahres gekürt werden.

Der Titel ‚Der Worte sind genug gewechselt...’ stammt aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe (Faust). Der zweite Teil des Zitats ist es, der mich an der Schwelle zu einem neuen Jahr motiviert, über die Worte nachzudenken. Er lautet: ‚...Lasst mich auch endlich Taten sehen!’

Ein guter Vorsatz für das neue Jahr. Taten statt Worte.

Getreu des Bibelwortes aus 1. Johannes 3:18 „Meine Kinder, lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.“ Kann so unser Reden zum Handeln werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein erfolgreiches Jahr 2011.

Manuel Bendig

044 Windeln

 

Wer Gott im Himmel sucht, sucht am falschen Ort. Er findet ihn im Stall neben Ochs und Esel. Jesus liegt im Futtertrog und trägt Windeln. Eine Windel als Erkennungszeichen Gottes?

Das Menschliche ist Gottes Zeichen! Jesus liegt in Windeln als Mensch auf einer Handvoll Stroh. „Heute wurde in der Stadt Davids euer Retter geboren - Christus, der Herr! Daran sollt ihr ihn erkennen: Ihr werdet ein Kind finden, in seinen Windeln liegt es in einer Futterkrippe“, das war die Botschaft der hei-ligen Nacht für die Hirten. (Lukas 2,11f)

Der Besuch jedes Weihnachtsmannes ist glanzvoller als die Geburt des Gottessohnes. Vielen ist ein Gott zu schlicht, der im Stall zur Welt kommt und am Kreuz aus der Welt geht. Viele hätten ihn gern in einer besseren Ausführung. Nicht so ärmlich. Nicht so blutig. Der liebe Gott mit Goldschleife - das wäre was!

Aber der lebendige Gott kommt, wie ihn sich keiner ausgedacht hat. Er kommt so erbärmlich, weil er sich über die Welt erbarmt. Gott ist in unserer Haut und versteht unsere Ängste und Zweifel, unsere Schmerzen und Nöte. Das alles hat Jesus ausgehalten, durchgehalten und überwunden.

Gott will nicht zuerst unseren Lebensstandard verbessern. Er will unser Leben verändern. Er will uns nicht immer geben, was wir uns gerade wünschen. Er will uns geben, was wir brauchen. Ein neues Leben. Einen neuen Anfang, die Chance, noch einmal zu starten - wie ein Kind in Windeln.

Gott kommt als Mensch zu uns, weil er will, dass wir Menschen zu ihm kommen.
Quelle: ProKompakt Ausgabe 23.12.2010

In diesem Sinne wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest!

Manuel Bendig

043 Eiern, rutschen, schlittern

 

Eiern, rutschen, schlittern. So könnte man unsere Fortbewegung auf den verschneiten, vereisten oder matschigen Straßen zusammenfassen. Und jeder weiß aus eigenem Erleben, was mit diesen drei Worten gemeint ist.

Mit Eiern, Rutschen und Schlittern, könnte man aber auch die von uns Menschen gern benutzte Art der Fortbewegung im menschlichen Miteinander zusammenfassen.

- (Rum-)Eiern, wo es darum geht eine klare Meinung zu äußern. Mit dem, was man wirklich meint und glaubt, nicht hinterm Berg zu halten, sondern klar Stellung zu beziehen. Zum Beispiel wo es um Ungerechtigkeit geht.

- Rutschen, wo es darum geht nicht eben noch so durchzurutschen, durch die Maschen eines Netzes. Getreu nach dem Motto, wenn ich mich unauffällig verhalte, dann bemerkt mich keiner und ich komme (mogle) dann doch einen Schritt weiter.

- (Hinein-)Schlittern, wo es darum geht, dass man für Situationen, in die man ohne Vorsatz einfach so hineingeraten ist, die Konsequenzen trägt.

Wer immer nur rumeiert, hin- und herrutscht, und vor sich hinschlittert, wird nie einen festen Stand haben. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass das genaue Gegenteil, jedem stets mit seiner Meinung auf die Nerven zu gehen; immer vorneweg zu marschieren und zu zeigen, was man/frau für ein toller Hecht sei; für alles die Konsequenzen zu übernehmen, was einem begegnet, genauso fatal sein kann.

In der vergangenen Woche sind mir in einem Gespräch wieder mal die vier Buchstaben WWJD begegnet. Es ist die engl. Abkürzung für ein Prinzip, mit dem sich das Leben eindeutig und klar gestalten lässt. Was würde Jesus an meiner Stelle tun. Das bedeutet, dass ich nicht gedankenlos durch den Tag gehe. Das bedeutet, dass ich Verantwortung übernehme und klar Stellung beziehe, aber nicht um jeden Preis und vor allem nicht zum eigenen Vorteil.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine neue Woche, in der wir uns wieder bewusst auf das Leben mit Jesus Christus einlassen. Ich bin fest der Überzeugung, dass es dann nicht langweilig wird. Die Chance, dass das Leben besser gelingt ist dagegen allerdings groß!

Manuel Bendig

042 Kinderbuch

 

"Das Leben ist kein Kinderbuch", so eine Schlagzeile zum bundesweiten Vorlesetag. Stimmt!, möchte ich direkt antworten. Aber Kinderbuch?! Was macht ein Kinderbuch denn aus? Was ist daran so charakteristisch?

Als erstes fallen mir viele Bilder ein. Je nach Alter sind es mehr oder weniger farbenfrohe Bilder. Bilder (auch mit der Sprache gezeichnet) sind es, die uns das Leben - in jedem Alter - erklären und veranschaulichen. Als Erwachsener müssen sie nicht farbenfroh, am besten aber einprägsam sein. So wie Jesus Christus seine Gedanken in Bilder (Gleichnisse) gepackt hat. Wie heisst es so schön: "Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte!"

Dann verbinde ich mit einem Kinderbuch Geschichten aus dem Leben für das Leben. Ob es ein Bilderbuch mit Motiven vom Bauernhof ist oder die Geschichte von einer Raupe, die zum Schmetterling wird. Sie alle erzählen etwas vom Leben.  Von ihnen können Kinder lernen das Leben zu verstehen. Die Erwachsenen, schauen wir richtig hin, lernen ebenfalls auf diese Weise, teilweise komplexe Themen mittels Geschichten.

Nur aus diesen beiden Beispielen muss ich bekennen, dass mein erstes "Stimmt!" etwas zu früh herausgeplatzt ist. Das Leben ist wie ein Kinderbuch, müsste der Satz lauten. Es ist farbenfroh, voller Bilder und Gleichnissen. Es ist voll von Geschichten, die das Leben schreibt, bzw. bereits geschrieben hat.

Wenn ich mal in eine Buchhandlung gehe, und etwas Zeit habe, dann geh ich schon mal in die Abteilung für Kinderbücher. Ich schau sie mir an, die kleinen und großen Bücher mit den farbenfrohen Geschichten. Den Geschichten, über die man schmunzelt oder am liebsten lauthals lachen möchte. Die Geschichten, die so schön verpackt sind, dass es selbst einem Großvater gefällt, auf diese Art und Weise die Welt erklärt zu bekommen.

Und dann ist da natürlich der, der der Welt die Farben und Geschichten gegeben hat, der Schöpfer selbst. Die größte und farbenprächtigste Geschichte von allen, kommt von ihm. Das Leben selbst und die Beziehung zwischen ihm und den Menschen. Selbst dort, wo aus der Farbenpracht nur schwarz und grau gemacht wurde. ER hat durch seinen Sohn Jesus Christus wieder Farbe hineingebracht um die begonnenen Geschichte zum Ziel zu bringen.

Manuel Bendig

041 Heilige

 

Zeitungsschnipsel (kleine Artikel, die eher eine Randnotiz sein sollen) sind für mich immer wieder Gegenstand zum Nachdenken. Heute las ich: Pferd des Heiligen St. Martin geflüchtet. In Bad Schwalbach nahm ein St. Martinsumzug ein vorschnelles Ende. Der Schimmel warf den Heiligen ab und flüchtete in den benachbarten Wald. Eine großflächige Suche wurde gestartet. Denn der Heilige sei dringend auf das Pferd angewiesen, so die Polizei. Klingt irgendwie lustig...!

Ob die Legende um den römischen Legionär und späteren Bischof von Tours stimmt oder nicht, ist sowohl bei der Meldung, als auch für die weiteren Gedanken nebensächlich. Die Frage, wer heilig ist, beschäftigt mich da viel mehr.

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine Heilige Person deshalb etwas Besonderes, weil man in ihr jemanden sieht, die viele gut Eigenschaften in sich vereint. Schon im Judentum verstand man unter dem hebräischen Wort Kaddosch  das Besondere im Gegenteil zum Profanen, also dem weltlichen, alltäglichen.

Erst im Neuen Testament, im Christentum wurde aus dem Besonderen in Verbindung mit dem Heiligen Geist, dem Heiligen eine neue Bedeutung verliehen. Heilig sind demnach nicht die gesetzlich Frommen, sondern die von Gott Berufenen. So gesehen ist ein Heiliger Mensch nicht der, dem man nur die besten Eigenschaften nachsagt. Es ist vielmehr die Person, die durch Jesus Christus zu Gott gehört und ihm nachfolgt. Deshalb konnten Paulus und Petrus im Neuen Testament die Christen auch mit dem Titel 'Heilige' anreden.

Dass der oder die Heilige, ist er/sie sich der Ehre Gottes bewusst, das Leben so führt, wie Gott es sich wünscht, ist demnach die Folge, der Dank, für die Berufung zum Heiligen.     

In diesem Sinne wünsche ich uns eine neue Woche, in der wir uns der Tatsache neu bewusst werden, dass es ein Vorrecht ist, heilig zu sein. Nicht weil wir es uns durch unser Leben verdient haben, sondern weil Gott uns diesen Titel in seiner Gnade verliehen hat. 

Manuel Bendig

040 Tür

 

Die Tür ist dort, wo der Zimmermann ein Loch gelassen hat, sagt der Volksmund. Türen sind wichtig, denn sie schaffen Eingänge und Ausgänge. Es ist gut, wenn es ein Loch in der Mauer, eine Lücke in der Hecke und eine Luke im Bretterzaun gibt. Türen können einladend geöffnet sein oder auch fest verriegelt und verschlossen.

Jesus spricht mit seinen Freunden und erklärt ihnen seine Mission: „Ich bin die Tür, wenn jemand durch mich hineingeht, wird er selig werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (Johannes 10,9).

Das ist ein Spruch, der in die Welt der orientalischen Schafhirten sofort verstanden wurde. In den Weiten der Wüsten war es überlebenswichtig, Wasser und Weiden zu finden. Zum Schutz vor den Gefahren der Nacht gab es für die Tiere einen schlichten Pferch aus Steinen und Dornen mit einer Lücke. Diese Öffnung schloss der Hirte mit seinem Körper. Er selbst war die Tür.

Jesus will uns sagen: Ich bin die Tür zum Schutzraum. Ich bin weit offen für alle, die Sicherheit suchen, denn ich stehe zwischen ihnen und den Gefahren. Jesus will uns sagen: Ich bin zugleich der Zugang zum Leben. Ich kenne den Weg zu den Oasen in den Wüsten der Welt.

Bleibt eine Anmerkung: Jesus fällt nicht mit der Tür ins Haus. Er überrumpelt uns nicht und kommt nicht mit Gewalt in unser Leben. Er lädt freundlich ein und lässt jeden ein. In einem Gemeindelied unserer Tage heißt es: Da ist keiner zu gut oder schlecht, keiner zu arm oder reich. Es ist niemand zu groß und niemand zu klein.

Autor EP | 09.09.2010

Quelle: Prokompakt 40/2010

039 Tagfahrlicht

 

Wenn draußen der lichte Tag beste Bedingungen für das menschliche Auge schafft, ist Kunstlicht überflüssig – sollte man meinen. Das stimmt auch zum Teil: Wer tags mit Licht fährt, sieht auch nicht mehr. Aber er wird von den anderen besser gesehen. Diese an sich simple Erkenntnis führt innerhalb der EU seit geraumer Zeit zu komplizierten Diskussionen.

Im Jahr 2011 soll nun auch in Deutschland das Tagfahrlicht bei Neuwagen (Autotypen, die ab dem 07.02.2011 neu auf den Markt kommen) zur Pflicht werden. Das Verrückte daran ist, dass das Einschalten des Lichtes nicht zur Pflicht wird.

Wie dem auch sei, es geht bei der ganzen Diskussion darum, gesehen zu werden. Und auch hier muss einem Irrtum vorgebeugt werden. Gemeint ist nicht, dass jeder Autofahrer zukünftig seine noble Karosse vorzeigen soll. Nach dem Motto: “Je heller desto besser, schöner und wertvoller”. Nein es soll schlichtweg um die Sicherheit gehen.

Ähnlich scheint es mir mit uns Menschen zu sein. Wenn wir uns aus dem Haus begeben, laufen wir durch die Gegend, als ob wir ein Taglicht anzünden. Nicht, weil wir aus sicherheitstechnischen Gründen gesehen werden wollen, sondern um IN zu sein, einen Eindruck zu hinterlassen, der zeigt, wie schön, gut und wertvoll wir sind.

Oder anders gefragt: “Was nimmt meine Umgebung von mir war? Welcher Eindruck bleibt von mir übrig, wenn ich wieder allein zu Hause bin?”

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Woche, in der wir über sowohl über die reichhaltigen Geschenke Gottes (Stichwort Erntedank) als auch unsere Wirkung nachdenken und herausfinden, wie wir nachhaltig einen ‘guten Eindruck’ hinterlassen.

Manuel Bendig

038 Bei Gott gibt es keine Sternchen

 

Im Briefkasten liegt neben der Post ein buntes Werbeprospekt im Hochglanzeffekt. Geworben wird für ein Handy. Das ist erst einmal nichts Außergewöhnliches, findet man solche Werbungen immer und überall. Diese Werbung allerdings scheint etwas ganz Besonderes zu sein. Neben dem angebotenen Handy in Verbindung mit einem Tablett-PC wird alles für sage und schreibe 0,-€ angeboten. Alles wird durch eine überdimensionierte Überschrift mit dem Wort ‘Kostenlos, nur für Sie!’ unterstrichen und besonders betont.*

Das Handy, es gehört zu der gehobenen Klasse, und der Tablett-PC locken. Die 0,-€ reizen zum Weiterlesen. Wenn man erst einmal soweit ist, ist der Weg bis zum Ausfüllen des Bestellzettels nicht mehr weit.

Wenn da nicht das Sternchen (*) wäre. Klein, klitzeklein steht es hinter dem Preis, der ja eigentlich gar keiner ist. Und wie man es in der Schule gelernt hat, deutet das Sternchen auf einen Hinweis, meist im unteren Teil der Seite, hin. Genau so ist es auch in meinem Prospekt der Fall.

Hier gibt es den Hinweis auf eine Vertragslaufzeit von mindestens 24 Monaten. Auch werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass die 0,-€ sich auf die Geräte beziehen, aber nicht auf den damit im Zusammenhang stehenden Vertrag, den ich abzuschließen habe. Ganz zu schweigen von dem Mindestumsatz und die überhöhten Kosten für Telefongespräche, SMS u.a.m. Alle weiteren Informationen, so steht es zum Schluss geschrieben, erhalte ich bei der Firma, wenn ich eine Rufnummer wähle, deren Minutenpreis mit 2,49€ angegeben ist.

0,-€! Beim Weiterlesen zerplatzt dieser Traum von einem kostenlosen Handy und einem dazu gehörenden Tablett-PC ganz schnell. Nur wegen des kleine Sternchens.

Stelle man sich einmal vor, das Angebot Gottes für die Menschen würde dieser Werbung ähneln. Vergebung und ein Leben in Gottes Reiche für 0,-€*. Und am Ende der Bibel, wo alles über Gott enthalten ist, was man als Mensch wissen muss, so im Anhang, stünde dann der eigentliche Preis. Voraussetzung ist eine Mindestlaufzeit einer Kirchenzugehörigkeit von 15 Jahren. Als Mindestumsatz neben der Kirchensteuer wären da noch monatlich zusätzlichen Spenden. Vor allem aber ginge das Ganze nur, wenn die sonstigen AGB’s (Allgemeine Geschäftsbedingungen) eingehalten werden. Diese wiederum bekommt man aber nur wenn man.....

Wäre das nicht schrecklich?! Eines haben die Angebot für das Handy und für das Reich Gottes gemeinsam. In beiden Fällen zwingt mich keiner. Genau so, wie ich das Handy nicht kaufen muss, zwingt mich Gott auch nicht in sein Reich.

Aber eines ist sicher! Bei Gott gibt es keine Sternchen, die auf irgendwelche versteckten Kosten hinweisen. Er sagt uns eine kostenlose Rettung zu, ohne Wenn und Aber!

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Woche, in der wir über das Angebot Gottes neu nachdenken und eine Entscheidung für das Reich Gottes fällen.

Manuel Bendig

*Das Prospekt ist frei erfunden, Ähnlichkeiten mit bestehenden Angeboten sind rein zufällig!

037 Der gute Kampf

 

Dieser Herbst ist für jeden Fußballfan ein Hochgenuss! Die Saison der Fußballligen hat begonnen, die ersten Länderspiele nach der WM werden ausgetragen und der europäische Wettbewerb startet in eine neue Runde. Die Leser, für die Fußball eher unwichtig ist, lade ich ein, trotzdem weiter zu lesen. Denn aus dem ersten Spiel des Erstligisten Borussia Dortmund gegen Karpaty Lwiw aus der Ukraine lässt sich einiges lernen.

1. Lebe bedacht und sei auf alle Eventualitäten gefasst. Oder - ruhe dich nicht auf einem 2:0 aus, ein erstes Gegentor könnte deinen Gegner schnell zu mehr Leistung motivieren. (Der BVB führte in der 27. Minute mit 2:0)

2. Aus Fehlern kann man klug werden. Oder – wenn dir etwas misslingt, ändere dein Verhalten, um eine Wiederholung des Fehlers zu vermeiden. (Durch zwei Abwehfehler stand es plötzlich 2:2)

3. Gib nicht auf! Oder – das Spiel dauert 90 Minuten, warum schon in der 78. Minute aufgeben? (Die Ukrainer gingen mit 3:2 in Führung)

4. Wenn du denkst, es geht nicht mehr... Oder – nutze deine Kräfte und Möglichkeiten, gerade in unmöglich scheinenden Situationen. (Der BVB glich in der 87 Minute zum 3:3 aus)

5. Beflügelte Menschen leben glücklich. Oder – Ein Erfolg beflügelt das Leben. (In der Nachspielzeit – 92 Minute – schoss die Mannschaft des BVB das Siegtor zum 4:3)

Im 2. Brief des Paulus an Timotheus geht es um weit mehr als ein Fußballspiel. Es geht auch um viel mehr als eine Siegprämie in Höhe von mehreren tausend Euro. Es geht um das Leben, das ewige Leben. “Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten.”

Der gute Kampf wird nicht mit Muskelkraft, durch eine ausgefeilte Taktik oder spitzenmäßige Technik geführt und gewonnen. Der gute Kampf findet in meinen Gedanken, meinem Herzen statt. Der Trainer, der, der mich fördert und fordert, der mich anleitet und motiviert ist der Geist Gottes, den Er uns zur Seite gestellt hat.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Woche, in der wir uns nicht ausruhen, auf dem, was wir irgendwann einmal erreicht haben. Ich wünsche uns, dass wir aus unseren Fehlern klug werden und nie aufgeben. Und wenn das Leben uns scheinbar zu Verlierern zu machen scheint, wünsch eich uns, dass wir mit den Möglichkeiten Gottes rechnen. Allen Lesern wünsche ich eine beflügelte Woche!

Manuel Bendig

036 Freundlichkeit

 

Vor wenigen Minuten war es wieder so weit. Mein Papierkorb musste wieder einmal geleert werden. Die letzten Papierfetzen, eine leere Schachtel und das defekte Kabel noch schnell hineingeworfen und dann ab zu den Mülltonnen.

Im Treppenhaus denke ich gerade noch darüber nach, was in welche Tonne gehört, da fällt mir auf, dass der Steinboden des Treppenhauses feucht ist. “Natürlich, es ist ja Zeit für die wöchentliche Reinigung”, denk ich.  

Also laufe ich auf Zehnspitzen die Treppe hinunter. Eine Etage tiefer treffe ich auf die Dame, die heute für die Treppenhausreinigung zuständig ist. Nach einer kurzen Begrüßung entschuldige ich mich, dass ich ihre Arbeit zerstöre.

Ihre Reaktion war es, die mich nachhaltig beschäftigt. In einem eher gebrochenen Deutsch antwortet sie mir überaus freundlich, dass das nichts ausmache, da sie sowieso noch nicht fertig sei.

Als ich von den Mülltonnen zurückkam, wünschte sie mir, gefühlt noch freundlicher als vorher, ein schönes Wochenende.

Neben diversen Worten der Bibel zum Thema Freundlichkeit ist es ein Wort der engl. Schriftstellerin Daphne du Maurier (1907-1989), das ich heute gerne weitergeben möchte: „Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch das schönste Geschenk.“  

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir das Geschenk der Freundlichkeit  reichlich verschenken können, es kostet nichts und irgendwie kommt immer wieder etwas davon zurück.

Manuel Bendig

035 Vorbildwirkung

 

“Der ideale Deutsche, von Deutschen aus gesehen, ist leichtfüßig wie Mesut Özil, fehlbar wie Margot Käßmann, pragmatisch wie Angela Merkel, unprätentiös (aufrecht) wie Günther Jauch, konsequent wie Jogi Löw, unbeschwert wie Lena Meyer-Landrut, abgeklärt wie Helmut Schmidt.“ So fasst das Magazin “Spiegel” eine Studie über Deutsche Vorbilder zusammen.

Aus dem Ergebnis der Umfrage lassen sich viele Erkenntnisse über die Deutschen von heute ableiten. So z.B. dass ein ‘gebrochener Lebenslauf’, wie etwa der Rücktritt von Margot Käßmann, nicht über Popularität und Ansehen entscheide. Interessant ist auch, dass Lebensumstände oder Gewohnheiten nicht zwangsläufig zu einer ‘schlechteren’ Bewertung führen. Da spielt es beispeilsweise keine Rolle, dass der Altkanzler Schmidt auch in der Öffentlichkeit als Kettenraucher auftritt.

Was ist es also, was die Menschen an anderen Menschen schätzen? Offensichtlich nicht die Stellung, denn der Papst, der sicherlich der berühmtesten Deutsche ist, rangiert mit -nur- 35% auf der Liste in der unteren Hälfte, 15% hinter Lena Meyer-Landrut. Selbst die Frage nach der moralischen Instanz für Deutschland spricht eine eindeutige Sprache, da hier Helmut Schmidt mit 74% an erste Stelle zu finden ist, der für seine Abgeklärtheit und deutlichen Worte zu brenzligen Themen bekannt ist. Und Günther Jauch belegt hier einen guten Mittelplatz (50%) mit nur einem Prozentpunkt hinter dem Papst.

Gefragt, angesehen ist in Deutschland ein Mensch offensichtlich wenn er/sie eine gewisse Leichtigkeit für das Leben mitbringt, mit Fehlern leben kann, die Dinge des Lebens pragmatisch angeht und dabei konsequent und aufrichtig vorgeht. Aus der Umfrage (oder ihrer Deutung) scheint herauszukommen, dass erst die Balance zwischen abgeklärt und unbeschwert das Ganze abrundet.

Was ist es, was Jesus Christus zum Vorbild für Christen macht? Vorbild ist er in erster Linie nicht, weil er Gottes Sohn ist, sondern wegen seines Lebensentwurfs. Die z.B. in der Bergpredigt entwickelten christlichen, göttlichen Prinzipien machen ihn zum Vorbild für (m)ein Leben. Dabei spielen dann nur sehr wenige Attribute er o.g. Deutschen eine Rolle.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir uns über unser Vorbild, Jesus Christus, aber auch unsere eigene Vorbildwirkung im Klaren werden.

Manuel Bendig

034 Twitter-Bibel

 

Der Brite Chris Juby hat sich zum Ziel gesetzt im Internet über Twitter die Bibel zu veröffentlichen. Dazu hat der bekennende Christ die Bibel aufgeteilt. Sein Vorhaben: Jeden Tag ein Kapitel der Bibel ins Internet stellen.

Das wäre relativ leicht, aber nichts Neues. Denn die Bibel kann man in fast allen Sprachen und Ausgaben online finden, lesen, darin stöbern und auch kopieren.

Neu ist bei Juby, dass er, weil Twitter eine Art Mikroblog ist, für jeden Eintrag nur 140 Zeichen zur Verfügung hat. Chris Juby liest nach eigenen Aussagen jeden Tag in der Bibel. Und nun – bis zum September 2013! - liest er jeden Tag ein Kapitel, fasst es zusammen, und veröffentlicht die Zusammenfassung unter Twitter - in 140 Zeichen.

Bevor der geneigte (Bibel)Leser überlegt, welche Feinheiten, Fakten, Erklärungen und Zusammenhänge dabei unter den Tisch fallen könnten, bitte ich kurz darüber nachzudenken, wie wann und mit welcher Vorgabe man/frau gewöhnlich die Bibel liest. Mir fällt auf, dass ich in der Bibel lese, weil ich einen bestimmten Text suche. Oder aber ich habe eine Frage auf dem Tisch liegen, die von der Bibel her beantwortet werden soll. Regelmäßig lese ich im Zusammenhang mit einem Bibelstudium, das mich im Gottesdienst begleitet. Ach ja, und den Text zur allwöchentlichen Predigt lese ich (manchmal) auch mit. Und wenn ich ganz ehrlich bin, lese ich die Bibel mit den Augen, mit denen ich die Bibel schon so oft gelesen haben (Also mit meinem Vorverständnis, meinem Informationshintergrund etc.)

Was bleibt dabei übrig? Was bleibt hängen? Was überrascht mich? Fragen, die ich einfach mal wirken lassen möchte.

Auch wenn die Herangehensweise an die Bibel von Chris Juby auf den ersten Blick oberflächlich zu sein scheint, ermöglicht sie mir Zusammenhänge zu sehen und zu verstehen. Mir wird durch das Zusammenfassen vielleicht etwas klar, was ich bisher immer überlesen habe. Ich lese auch die Bibelabschnitte, die ich bisher überblättert habe. Eines aber ist es auf jeden Fall: Die Beschäftigung mit den wichtigsten Botschaften, die Menschen jemals zu lesen bekommen haben. Dem Wort Gottes.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir uns Zeit nehmen die Bibel aufmerksam und wenn möglich mit neuen Augen zu lesen. Vielleicht hilft uns dabei ja auch mal die Art der Herangehensweise von Juby.

Manuel Bendig

033 Vom Sorgen

 

Man könnte sagen, dass wir uns täglich Sorgen machen. Ob wir uns im Zuge der Welt-Nachrichten Sorgen machen über kriegerische Auseinandersetzungen, Berichte aus Katastrophengebieten oder die wirtschaftliche Entwicklung. Irgendwie schwingen unsere Sorgengedanken immer mit.

Wenn wir an unsere Kinder, unsere Familien denken, ist er häufig präsent, der Gedanke, was werden wird, wenn...! Das Ausbildungs- und Arbeitsleben gibt immer wieder Grund zum Sorgen. Und wenn es um die Zukunft geht, dann sind die Sorgen immer mit dabei.

Jürgen von der Lippe hat dies in einem Lied spaßhaft formuliert: "Guten Morgen, liebe Sorgen, seid Ihr auch schon alle da?" Aber so spaßig ist das gar nicht, oder?

Sorgen nehmen uns die Kraft für das Tägliche. Mehr noch, je näher die Sorgen an uns herankommen, desto größer und schwergewichtiger werden sie. Je mehr uns die Sorgen beschäftigen, umso stärker lähmen sie uns.

Im Grunde sind Sorgen Gedanken über Dinge, die wir vermuten oder befürchten. Aber keine Gedanken über Ereignisse, die schon eingetreten sind. Meist liegt der Grund unseres Sorgens in der Zukunft. Das bedeutet, dass wir nur sehr selten und meist auch nur ansatzweise zu einer tatsächlichen Lösung beitragen können, da die Zukunft nicht in unserem Machtbereich liegt.

Wenn wir unseren Sorgengedanken freien Lauf lassen, dann wird die erste Sorge recht schnell einen zweiten Gedanken mitnehmen, den wir auf dem Weg gefunden haben. Eh wir uns versehen, häufen sich die Sorgen wie ein riesiger Berg vor uns an und wir fühlen uns erschlagen, drehen uns im Kreis und kommen aus der ganzen Misere nicht mehr heraus. Wir werden innerlich von unseren Sorgen aufgefressen.

Da das Sorgenmachen ein alltägliches und durchaus großes Thema ist, hat sich Gott des Ganzen angenommen. Im 1. Petrusbrief 5:7 steht es eindeutig, unmissverständlich: “Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft!” (nach NL)

Überlassen bedeutet dabei abgeben, nicht behalten. Eine echte Herausforderung für uns. Wir wissen nicht, wie Gott sich wann und mit welchem Ziel um unsere Sorgen kümmert. Aber er verheißt an vielen Stellen seines Wortes, dass er es tut.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir den Mut und die Kraft aufbringen loszulassen. Vielleicht erleben wir ja zeitnah, dass er seine Versprechen hält!

Manuel Bendig

032 Was bleibt?

 

Angesichts der Katastrophe von Duisburg scheinen heute alle Gedanken zum Wochenende vorgegeben. Die Medien geben mit ihrer Berichterstattung die Schlagzahl für Umfang und Art vor. Man kann sich kaum noch den Meldungen entziehen. Jeden Tag erreichen uns neue Fakten, werden die Nachrichten von gestern noch einmal, von einer anderen Seite beleuchtet, veröffentlicht.

Natürlich ist es gut, notwendig und richtig, sich mit dem Leid der Opfer und deren Angehöriger zu solidarisieren. Natürlich ist es notwendig die Schuldfrage zu klären und Konsequenzen aus dem Desaster zu ziehen. Und natürlich ist es unausweichlich, aus dem Ganzen zu lernen.

Was aber bleibt von all dem übrig, was in den letzten Tagen an Schönem geschehen ist? Die vielen Wunder, bei der Geburt von gesunden Babys. Die geglückten Rettungsversuche von Polizei und Feuerwehr. Was bleibt übrig von den Momenten, wo Menschen eine positive Diagnose bekommen, Befürchtetes sich nicht bestätigt. Was bleibt übrig von den Momenten, wo sich zwei Menschen das JA-Wort geben oder wo 3 Millionen Menschen einen wunderbaren Tag auf der A40 erlebten.

Bei all dem, was tagtäglich negativ auf uns einstürmt und durch die Medien einen direkten Zugang in unser Wohnzimmer bekommt, findet auch das Andere statt, das Positive, das Zukunftsweisende das Glückliche.

Und Gott ist der, der beides begleitet. Der beiden Seiten zugewandt handelt. So lässt er sich heute erleben als der tröstende, der mitfühlende und helfende Gott. Ich erlebe ihn aber auch als den (mit mir) jubelnden Gott, der sich mit mir über die schönen Dinge des Lebens freut. Ich erlebe ihn als den, der trotz Schreckensbildern eine Perspektive für die Zukunft gibt.

Bei allem Unverständnis dafür, warum Gott vermeintlich in Duisburg nicht eingegriffen hat, bleibt die Hoffnung, dass er uns, trotzdem, oder jetzt erst recht begleitet und hilft.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in der wir den Blick für Beides frei haben. Die Dinge, die uns nicht gefallen, um auch dort mitzufühlen und zu helfen, wie die Dinge, die einfach wunderbar sind. An denen wir uns erfreuen können. So kann Kraft für beides erlangt werden.

Manuel Bendig

031 Waldbrandgefahr

 

Dem ein oder anderen ist es inzwischen vielleicht bekannt, dass ich eine Vorliebe für Zitate habe. So ist es heute wieder mal ein Ausspruch eines Zeitgenossen, der mich zum Nachdenken bringt.

“Wir wollen aus der Dauer-Meckerecke heraus.”

Gesagt hat dies der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann gegenüber dem epd.

Die Meckerecke lässt mich nicht los. Ungeachtet dessen, in welchem Zusammenhang Graumann diesen Ausspruch von sich gegeben hat, ich glaube, dass nahezu jeder von uns in seiner eigenen Meckerecke sitzt.   

Es bedarf keines langen Nachdenkens und ich habe ruck zuck Situationen vor Augen, wo ich in jüngster Vergangenheit über Menschen, Gegenstände, Zustände oder Situationen gemeckert habe.

Dabei stelle ich fest, dass man das Meckern inzwischen ‘kultiviert’ hat. Entweder wir verstecken die Kritik hinter blumigen Worten oder umschreiben alles so gekonnt, dass das Gegenüber zwar genau weiß was gemeint ist, mich aber nicht als Dauer-Meckerer identifiziert. Kultivieren bedeutet leider auch, dass das Meckern in manchen Landstrichen einfach dazugehört. “So sind sie eben, die ...!”

Auf der anderen Seite wird mir klar, dass (mein) Meckern dazu beiträgt, dass positive Stimmungen in Beziehungen und Gruppen durch nur einen Satz in negative Stimmungen umkippen. Im Brief des Jakobus (3 Vers 5) wird das sehr deutlich formuliert: Genauso ist es mit unserer Zunge. So klein sie auch ist, so groß ist ihre Wirkung! Ein kleiner Funke setzt einen ganzen Wald in Brand.

Ein Grund wieder einmal darüber nachzudenken, was man wann, wo, wem, wie sagt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der es uns gelingt aus unserer Dauer-Meckerecke herauszukommen und keine neuen Brände zu legen.

Manuel Bendig

030 God'S Brain

 

Der „Welt“-Autor Markus Somm will dem Phänomen des Glaubens auf den Grund gehen. Dazu hat er sich mit dem Anthropologen Lionel Tiger und dem Neurologen und Psychiater Michael Mc- Guire getroffen. Gemeinsam haben die beiden Wissenschaftler „God‘s Brain“ verfasst.

Warum glaubt der Mensch? Auf diese Frage wollen der Anthropologe und der Psychiater Antworten gefunden haben. In ihrem Buch „God‘s Brain“ erklären sie, warum Religion eine Beschäftigungstherapie für das Gehirn sein soll.

In der „Welt“ erklären sie: „Unser Hirn ist viel zu leistungsfähig. Wir benutzen nur einen Bruchteil seiner Kapazität. Das ist ein Problem. Die Religion kümmert sich darum.“ Religion löst Hierarchien auf. Im Laufe der Evolution habe sich das Hirn enorm entwickelt. Deshalb sei es nun nicht ausgelastet. Religion habe sich als eine der besten und wirksamsten Methoden erwiesen, dies auszugleichen. „Wer glaubt und betet, wer singt und beichtet, betreibt ‚brainsoothing‘“ ( Beruhigung für das Gehirn), heißt es in der „Welt".

Der Glaube an Gott und an ein Jenseits fülle die Leere. Es sei weniger die Angst vor dem Tod, die das Hirn plage, sondern die Fragen „Wozu?“ und „Was dann?“. Fast alle Religionen dieser Welt hätten drei Dinge gemeinsam: den Glauben, der offene Fragen schließe, die Gemeinschaft und das Ritual. „Alle drei - und das ist das Faszinierende an Tiger und McGuires Erkenntnissen - lösen im Hirn neurologische Effekte aus, die sich messen lassen. Menschen, die regelmäßig religiöse Rituale vollziehen, regen ihren Körper dazu an, im Hirn mehr Serotonin zu produzieren. Dieses Hormon macht den Menschen zufrieden und heiter“, schreibt Somm. (nach einem Artikel des Magazins ProKompakt)

Ob ein an Gott glaubender Christ die Entwicklung des Gehirns durch die Evolution eher eben diesem großartigen Gott zuordnet, ist eine Sache. Dass Wissenschaftler die Wirkung des Glaubens nun messen können, die andere. Allerdings ist es für einen glaubenden Menschen auch ohne die Hirnforschung kein Geheimnis, dass Glaube, also ein Leben mit der Gewissheit, dass Gott seine Hände über uns hält, sehr beruhigend auf das Leben wirkt.

Der Schöpfer wusste offensichtlich sehr genau, warum er schon immer die Nähe zu seinen Geschöpfen suchte. Aus Liebe zu, und zur Beruhigung für uns!

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir beruhigt die Nähe Gottes erfahren! 

Manuel Bendig

029 Hervorragend

 

Was war das für eine Woche! Hohe Temperaturen begeistern und fordern die Menschen gleichermaßen; eine Nation fiebert mit ihren Fußballjungs vergeblich dem Finale entgegen; SPD und Grüne einigen sich in NRW auf eine Koalition.

Und was gab es von deiner Woche Herausragendes zu berichten? Nicht sehr viel? Eigentlich gar nichts?
Man mag es nicht glauben, aber die großen Tagesereignisse, die uns aus den Medien entgegensprudeln verleiten einen häufig dazu über die großartigen Dinge im eigenen Leben hinweg zu sehen.

- Natürlich, wir haben Temperaturen über 30° schon des Öfteren im Urlaub erlebt.
- Die WM 2010 ist mit dem Sommermärchen 2006 im eigenen Land nicht zu vergleichen.
- Zur Politik will man sich vor lauter Politikverdrossenheit schon gar nicht mehr äußern.

Aber was ist mit den Dingen in unserem täglichen Leben? Dem Beinaheunfall auf der A1, der gut verlaufenen Operation oder dem bemerkenswert guten Verhältnis mit den Nachbarn? Beim näheren Hinsehen und Hinhören, da bin ich mir ganz sicher, werden wir sie auch entdecken, unsere persönlich herausragende Woche.

Für den schönen Sommer sind wir nach dem langen Winter sicher dankbar, auch wenn das Schwitzen nicht immer so angenehm ist. Über die tollen Spiele der Fußballnationalmannschaft  konnten wir uns trotz des verloren gegangenen Halbfinalspiels begeistert freuen. Das die Politik in NRW, ob uns die Farben passen oder nicht, wieder zur Ruhe kommt, und nun andere Themen als politisches Gezänk den Alltag bestimmen, kann uns auch beruhigen.  

Warum sollten uns da nicht auch im persönlichen Leben die Ereignisse erfreuen, beruhigen und vor allem dankbar machen?

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir dankbar die herausragenden Ereignisse in unserem Leben neu wahrnehmen!

Manuel Bendig

028 Identität

 

General Conference Session! Alle fünf Jahre findet dieses adventistische Großereignis (Weltsynode der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten) statt. Hier wird gewählt, ausgestellt, beraten, Pläne gelegt und natürlich gibt es Andachten, viel Musik und Gottesdienste (s.a. www.adventisten.de). Fast von überall auf der Welt (dieses Mal ganz offiziell eine Delegation aus China) reisen die Menschen an den Ort des Geschehens. 2010 ist es Atlanta in den USA.

Aus den 13 Regionen (Weltdivisionen) werden mehr als 2.400 Delegierte die 17 Millionen getauften Glieder (25 Millionen mit Kindern und Jugendlichen) repräsentieren. An jedem der beiden Sabbate (26. Juni und 3. Juli) werden bis zu 60.000 Gläubige im Georgia World Congress Center erwartet.

Der Daheimgebliebene fragt sich vielleicht, was das mit ihm zu tun hat. Manch ein Gemeindeglied weiß z.B. nicht, dass wir seit einer Woche einen neuen Präsidenten (Ted Wilson) in der Generalkonferenz haben. Für andere ist die Generalkonferenz so weit weg – und das nicht nur geografisch – dass sie keinerlei Interesse an Berichten aus den USA haben.

Unser letzter Präsident, Jan Paulsen, hat während seiner Amtszeit immer wieder betont, dass die Einigkeit der weltweiten Kirche ein wichtiges Gut sei. Vielleicht fällt es uns leichter zu verstehen, was Paulsen meint, wenn wir das Wort Einheit durch Identifikation ersetzen.

Kirchenpolitisches Geschehen wie Wahlen, Finanzen und Pläne ist eins. Die Identifikation aber mit einer Kirche, also mit einem Zusammenschluss vieler Gruppen, Gemeinden und deren Einrichtungen, mit Menschen, ist das andere, was trägt. Ist das, was verbindet.

So gesehen ist es gut zu wissen, dass es da noch ein ‘paar’ Menschen mehr gibt, als nur uns. Menschen, die den selben Glauben teilen. Die die gemeinsame Begeisterung für den einen Herrn und Gott teilen. Die mit mir auf einer Wellenlänge liegen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der sie die Begeisterung für den persönlichen Glauben neu entdecken und sich dessen wieder einmal bewusst werden, dass wir damit nicht allein sind, sondern mit Millionen von Menschen rund um den Globus verbunden sind. Das stärkt Identifikation, Glauben und Hoffnung!

Manuel Bendig

027 Vuvuzela

Vuvuzela [vuvuˈzɛla] ist ein afrikanisches Blasinstrument, das inzwischen zum Symbol für den südafrikanischen Fußball geworden ist. Diese Trompete, deren Klang dem Trompeten eines Elefanten ähnelt macht einen ‘tierischen’ Lärm.

Inzwischen sind die Lärmtröten auch in Deutschland angekommen. Zwei einfallsreiche Kaufleute haben sich schon vor Monaten die Lizenzrechte gesichert und jüngst 5 Millionen Exemplare, die sie übrigens restlos unter die Leute gebracht haben, produzieren lassen. Alles natürlich termingerecht zur Fußball WM 2010.

Die Vuvuzela ist ein Ausdruck der Begeisterung und der Freude am Sport. Alles schön und gut, wenn die Dinger nicht so laut wären. Töne von bis zu 135 Dezibel (dB) kann man dem Gerät entlocken. Ein Geräuschpegel, den man sich einmal auf dem Trommelfell zergehen lassen muss. Ein Kampfflugzeug (in einer Entfernung von 100m) erreicht einen Wert von 110-140db, Ein Presslufthammer, oder die Musik in einer Diskothek (in einer Entfernung von 1m) bringt es auf 100dB. Gehörschäden treten bei kurzfristiger Einwirkung (am Ohr) bei 120 dB auf.

Dafür, dass dieses Blasinstrument, im Verhältnis zu der Lautstärke, relativ klein ist sprechen die dB-Werte eine deutliche Sprache. Alles ohne Verstärker ohne technische oder elektronische Hilfsmittel.

Im Zusammenleben von Menschen ist das häufig nicht anders. Ein kleiner Anstoß bringt eine immens große Wirkung hervor. Ein kleiner Satz und die Fronten sind ein Leben lang verhärtet. Ein kurzer Moment der fehlenden Beherrschung und ein Schlag, Stoß oder Tritt ist Auslöser für einen Krieg. Kleine Ursache, große Wirkung. Meist ist unsere Zunge das Instrument, das die Stimmung zum Überkochen bringt. Ein relativ kleiner, mit Schleimhaut überzogener Muskelkörper. Ein wichtiger Bestandteil der Sprachbildung.

Kaum haben wir sie nicht ‘im Griff’, entlockt sie unserem Innersten Geräusche, die vom dB-Wert nicht zwingend hoch sein müssen, dafür aber ungeahnte Folgen für die besitzen, gegen die die Geräusche gerichtet sind.

Ähnlich, wie die Vuvuzela, im Zusammenhang mit der WM-Begeisterung, nicht verboten wird, kann man die ‘Zunge’ schlecht verbieten. Was man aber (übrigens in beiden Fällen) tun kann, ist der gemäßigte und kontrollierte Gebrauch.  

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der die Begeisterung für die –hoffentlich- schönen uns spannenden Spiele gemeinsam genossen werden kann. Dem gleich können wir die Zeit für  einen kontrollierten und ‘lärmfreien’ Gebrauch unserer Zunge nutzen.

Manuel Bendig

026 Werbekampagne

Auf meinem Schreibtisch stehen und liegen sie zuhauf, die Werbeartikel der Pharmaindustrie. Kugelschreiber, Zettelboxen, Notizblöcke u.v.m. Nun, das kommt nicht von ungefähr. Durch meine Familie und Mitglieder meiner Gemeinden werde ich reichlich mit diesen hilfreichen Utensilien versorgt und bin sehr dankbar dafür.  

Natürlich haben die Werbeagenturen, die in ihren Kampagnen diese Artikel einsetzten in erster Linie nicht mich, den Otto Normalverbraucher als Zielperson ausgesucht. Wohl bemerkt nicht in erster Linie.  

Da liegen sie nun, all die kleinen Dinge, die den Alltag erleichtern. Und sie sind behaftet mit Werbeslogans und Produktnamen. Tagtäglich habe ich sie in der Hand. Tagtäglich lese ich – meist unbewusst – ihre Produktnamen.
Wenn ich aber gefragt werden würde, was Jan..., Tams... oder Herc... in meinem Leben bewirken könnte, wenn ich an einer, der Anwendung entsprechenden Krankheit leiden würde, ich wüsste es nicht.

Der Arzt, vorausgesetzt, er hat sich mit dem passenden Medikament befasst, müsste trotz der vielen Kugelschreiber und Notizblöcke die Entscheidung fällen, welches Präparat er verschreibt.

So ähnlich stell ich mir das auch mit meinem Werben für Jesus vor. Nur weil auf meiner Taufurkunde ‘Christ’ steht; nur weil ich, für jeden sichtbar, den Gottesdienst besuche; nur weil ich ... hilft einem anderen Menschen nicht weiter.

Paulus formuliert im 2. Korintherbrief 5:20, dass wir Botschafter Jesu sind. Also nicht die oben genannten Tatsachen werben für IHN, sondern die Tatsache, dass Er uns mit Gott versöhnt hat. Natürlich verschreibt ein Christ keinem Menschen den Glauben an Jesus Christus. Wohl aber stellt er ihn als das ‘Medikament’ schlecht hin vor. Weil er selbst überzeugt ist, dass dieser Glaube an die Versöhnung hilft, lindert und heilt.

Der ‘Patient’ ist derjenige, der letztendlich entscheidet, ob er das ‘Medikament’ auch einnimmt...!
 
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir uns neu der Versöhnung durch Jesus Christus bewusst werden und unser Leben eine Werbung für IHN ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger...!

Manuel Bendig

025 Rabatt für den Himmel...

Ein großer Elektromarkt wirbt im Vorfeld der Fußball-WM mit einer ‚sensationellen’ Aktion für seine Fernseher.

Je nach dem, wie weit die Deutsche Nationalmannschaft in der kurz bevorstehenden WM kommen wird, reduziert sich der Preis des vorher gekauften Gerätes.

Das Gerät wird 10% billiger, wenn das Deutsche Team ins Achtelfinale kommt. Und die Prozente steigern sich mit jeder weiteren Stufe, die ‚unsere Jungs’ in Südafrika erreichen. Das Erreichen des Finales schlägt hier mit einem 25%igen Preisrabatt zu Buche.

Das Mitfiebern lohnt sich aber erst so richtig, wenn Deutschland (endlich wieder) Weltmeister wird. Ganze 100%! Ermäßigung werden dann gewährt. Dann gibt’s den Fernseher kostenlos! Der Rabatt richtet sich also nicht nach meiner Leistung oder Vorgaben, die ich beeinflussen kann, sondern einzig und allein an der Leistung einer Gruppe von 23 Männern und deren Betreuern, die als Mannschaft nach Südafrika fliegen.

Gut, dass der Glaube an ein neues Reich Gottes nicht von der Leistung anderer abhängt. Etwa der Spendenbereitschaft meiner Gemeinde, der Beliebtheit meines Pastors oder einer X-beliebigen, vorher nicht einzuschätzenden Leistung einer sorgfältig verlesenen Gruppe von Christen. Sondern einzig und allein, ganz und gar, ausschließlich von dem Einen, der den ‚Rabatt’ mit seinem Tod bezahlt hat, Jesus Christus.

Nun gilt es für mich, übrigens genau wie bei der Werbung des Elektromarktes, das Angebot zu prüfen, und zu entscheiden, ob ich es annehme.

Mit dem kleinen, aber bedeutenden Unterschied: Für das Reich Gottes muss ich den Preis nicht im Voraus bezahlen um ihn dann im Erfolgsfall wieder anteilmäßig oder zu 100% erstattet zu bekommen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir – wie mancher Fußballfan – in freudiger Erwartung auf das Finale warten. Zugegeben, das himmlische Finale wird für die Ergebnisorientierten nicht ganz so spannend, da der Sieger ja bereits feststeht. Aber den ‘Pokal’, bekommen alle, die auf das Finale warten! Und das Finale wird einmalig sein!

Manuel Bendig

024 Stell dir einmal vor...

Stell dir einmal vor, du gehst zum Gottesdienst. Wie jedes Jahr treffen an diesem Sabbat viele Menschen in deiner Gemeinde ein, die teilweise von weither angereist sind. Und weil dieser Gottesdienst traditionell etwas Besonderes ist, ist der Gemeindesaal so richtig voll. Alle Stühle, die es im Haus gib, hat man bereitgestellt. Doch die Gottesdienstbesucher finden nicht ausreichend Platz. Viele stehen. Einige haben sich entschieden das Angebot der Videoübertragung im Erdgeschoss zu nutzen.

Der Gottesdienst verläuft wie erwartet. Gebete, Lieder und Psalmen werden vorgetragen. Die Festgemeinde geniest diesen besonderen Gottesdienst – wie jedes Jahr!

Da tritt Bruder P. ans Mikrofon. Anfangs etwas unsicher. Mit jedem Satz aber spürt man, dass die Botschaft von Jesus Christus, dem Evangelium ihn gepackt hat. Man spürt, dass Bruder P. mit jedem Wort an Sicherheit gewinnt. Und plötzlich sind alle Erwartungen an den Gottesdienst, alle Traditionen in den Hintergrund getreten. Da predigt einer, von dem man sonst eher nicht erwartet, dass er das Wort vor so vielen Menschen ergreift.
Und er spricht von dem Einen, von Jesus Christus. Von seinem Leben. Von seinem Leiden. Von seinem Tod. Und er spricht von seiner Auferstehung. Alles im Grundsatz bekannte Fakten. Aber so im Zusammenhang vorgetragen ergibt es ein Ganzes.

Die Gottesdienstbesucher hören den ergreifenden Worten zu. Sie spüren, wie die Worte von Bruder P. sie packen und in ihrem persönlichen Leben treffen und abholen. Nach einer langen, sehr langen Predigt, die den Zuhörern eher als kurzweilige Verkündigung vorkam, spürt man, die angespannte Ruhe. Man kann die knisternde Spannung spüren. Denn da hat einer das Evangelium in seiner ganzen Breite, in seiner vollen Bedeutung vorgetragen. In seinem Reden hat man gespürt, dass er das gepredigte glaubt und daraus Kraft und Lebenssinn gewinnt.

Mit dem Amen am Ende der Predigt scheint der Knoten zu reißen, der Korken heraus zu platzen, sich alle Schleusen zu öffnen. Und die Menschen stellen fest, dass sie gemeint sind. Dass Bruder P. in ihr Leben, in ihre Lebenssituation hinein gesprochen hat. Sie merken, dass er sie verstanden hat. Er hat ihre Nöte, Vorbehalte und Grenzen angesprochen. Er hat genau die Sprache gefunden, die jeder Einzelne in dem Moment der Predigt verstanden hat.

Und als Folge entscheiden sich die Gottesdienstbesucher (neu) diesem verkündeten Jesus ganz und gar nachzufolgen. Ohne Wenn und Aber. Mit allem was sie sind und haben.
Der Ruck, der durch das Haus geht, ist zu spüren. Der Aufbruch ist unaufhaltsam...

Schnipp! Schnipp! Aufwachen, lieber Leser! Es ist Pfingsten. Ein langes Wochenende mit einer sehr positiven Wettervorhersage!

Von den wenigen Menschen, die von Schwärmerei und Show sprechen einmal abgesehen - die scheint es immer und überall zu geben - erscheint dieses Ereignis vor nahezu 2.000 Jahren seinen Reiz nicht verloren zu haben. Woran liegt das?

Der Geist Gottes wirkte seinerzeit! Aber eben nicht nur damals. Er will auch heute, nicht weil gerade Pfingsten ist, sondern jeden Tag und an jedem Menschen wirken...

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir uns dessen neu bewusst sind, dass der Geist Gottes wirkt – wir müssen es nur zulassen.

Manuel Bendig

023 Vergiss nicht

Meine Frau stöbert gern in den Auslagen von Postkarten. Das sind meist diese Drahtgestelle, die z.B. vor Buchläden stehen. Ich habe sie bisher nie gefragt, wonach sie sucht, welche Karten ihr warum ins Auge springen und die sie dann letztendlich auch kauft.

Es sind meist Karten, die ein traumhaft schönes Bild zeigen. Oder aber es sind Karten mit aussagekräftigen Bildern, die für ihren Kommentar ohne Worte auskommen. Dann gibt es noch lustige Karten oder aber es sind die Karten, die wohl zu den Favoriten meiner Frau gehören. Ein schön gestaltetes Foto mit einem Text. Mal es Sprichwort, mal ein Zitat oder einfach ein Sinnspruch.

Die letzte Karte, die sie in unserer Wohnung platziert hat trägt den Spruch: “Vergiss nicht, man braucht nur wenig, um ein glückliches Leben zu führen.” Jeden Tag fällt mir diese Karte auf. Und dennoch stehe ich in der Gefahr mich um mehr zu bemühen, als ich habe. Meine Mutter pflegte, wenn wir Kinder etwas haben wollten, das alte Sprichwort zu zitieren: “Je mehr er hat, je mehr er will, nie stehen seine Wünsche still!” Genau genommen ist es das, was uns antreibt. Der Wunsch nach mehr. Mehr von dem, was wir schon haben. Oder etwas, von dem wir meinen, dass es uns noch fehlen würde. Und natürlich auch noch all das, was wir bei unserem Nachbarn, Kollegen oder Freund sehen und u ns in unserer Sammlung noch fehlt.

Wenn wir bei dem Wunsch etwas zu besitzen oder zu bekommen uns den Spruch der Postkarte vor Augen halten und dankbar auf das schauen, was wir bereits haben, könnte es sein, dass wir das Glück neu entdecken, das uns bereits vergönnt ist. Und wo es Situationen gibt, in denen wir von einem glücklichen Leben nichts fühlen, darf sich jeder an das erinnern, was er schon erhalten hat.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der wir uns neu auf das glückliche Leben besinnen, das uns geschenkt wurde.

Manuel Bendig

022 Wundertüte

“Der christliche Glaube ist keine ‚Wundertüte‘, aus der sich jederzeit Komplettlösungen für drängende Probleme unserer Zeit zaubern lassen.” Ein Zitat von Wolfgang Schäuble, dass ich kürzlich in einem Medienmagazin fand.

An Wundertüten kann ich mich noch gut aus der Zeit meiner Kindheit erinnern. Zum Preis von 10 Pfennig konnte man sie am Kiosk im Spielwarengeschäft oder im Laden neben den Zeitschriften kaufen.

Von außen betrachtet konnte man keine Rückschlüsse auf den Inhalt ziehen. Nur eines war sicher: Jeder Tüte war eine Handvoll Puffmais beigefügt. Puffmais, das waren die kleinen meist ovalförmigen ‘Körner’ in unterschiedlichen Farben gefärbt, sehr süß und ansonsten geschmacksneutral. Konnte man 20 Pfennig ausgeben, dann gab es eine Riesen-Wundertüte. Sie war im Verhältnis zu meiner damaligen Körpergröße wirklich riesig groß. Als Inhalt konnte man zwei Hände voll Puffmais und ein Spielzeug erwarten. Für den modernen Zeitgenossen könnte man die Wundertüte als Vorboten vom Überraschungsei sehen.

Dass der Glaube an den Gott und Schöpfer Himmels und er Erden; die Erlösung der Menschheit durch den Tod Jesu Christi am Kreuz, dem Vergleich der Wundertüte nicht standhält, ist offensichtlic

Weil Gottes Zusagen an uns Menschen soviel größer und umfassender sind, als all unsere Probleme, bedarf es auch keiner ‘Zauberei’, wohl aber des Glaubens.

Der Preis für den Glauben ist (m)ein Ja zu ihm und seinem Weg mit uns Menschen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der die Wunder Gottes im täglichen Leben offenbar werden.

Manuel Bendig

021 Marke Mensch

Die Schlagzeile des Tages: Die Internet-Suchmaschine Google ist die wertvollste Marke der Welt.

Die Marktforschungsgruppe Millward Brown bezifferte den Markenwert des Unternehmens auf 114 Milliarden Dollar. Auf den Plätzen zwei und drei der Top-100-Liste folgen der Technologiekonzern IBM und der Computerhersteller Apple mit 86 und 83 Milliarden Euro.

Wohlgemerkt, es geht hier nur um den Wert der Marke, des Namens. Ungeachtet der Werte, die hinter den Namen stehen, wird die Marke bewertet. Also egal, ob die Aktienkurse von Google, IBM, Apple und Co steigen oder sinken. Allein der Markenwert wird hier benannt. 

Gibt man sich einmal die Mühe und recherchiert im Internet nach den Kriterien, die für den Wert einer Marke entscheidend sind, so stellt man ganz schnell fest, dass es da eine Vielzahl von Modellen gibt. So kann z.B. die Marke eines weltbekannten Getränkeherstellers durch die unterschiedlichen Modelle mit 0,2 bis 64 Milliarden Dollar beziffert werden.

Und schon denke ich über den Wert meiner Marke nach. Was ist meine Marke? Ist es der Vorname, dann teile ich ihn mit zig Millionen von Menschen auf dem Globus. Ist es der Zuname, dann sind es immer noch einige tausend Menschen, die gemeint sein können. Selbst in der Kombination von Vor- und Zunamen bin ich kein Unikat.

Gott hat allein meinen Fingerabdruck und meine DNA als Unikat geschaffen. Aber was sind die wert?

Für die Ermittlung unseres Wertes gibt es nur ein Modell. Und das kann jeder, ob klein ob groß, ob arm oder reich, ob einfach oder hoch gebildet ‚berechnen’. Jeder ist gleich viel wert. Und wenn du fragst, wie viel es denn sei, dann lässt sich das nur mit einem Wort beschreiben: unbezahlbar!

Egal was du tust, egal was du kannst, egal was du meinst: Durch die Tatsache, dass alle Menschen von Gott als ein Unikat geschaffen sind, sind wir unendlich wertvoll.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der uns der Wert der ‚Marke’ Mensch bewusst ist und wir danach handeln. Denn jeder Mensch, der uns begegnet, ist in seinem Wert ein unbezahlbares Geschöpf Gottes, wirklich jeder!

Manuel Bendig

020 - Dreifinger-Gedanken

Auf der Titelseite meiner Tageszeitung erwartete mich heute keine Schlagzeile im eigentlichen Sinn. Es war ein Foto. Rechteckig ist es, das Foto, es erinnert an das Format eines Flachbildfernseher 16:9. Der Hintergrund des Bildes ist schwarz. Auf der linken Seite sieht man Bischof Mixa in einer sehr nachdenklichen Pose.

Bis hierher kann man, wenn man die Tagesereignisse der letzten Woche mitverfolgt hat, verstehen, dass es um den Rücktritt des Bischofs wegen gegen ihn erhobenen Vorwürfe der Gewalt gegen Schutzbefohlene geht und keiner Schlagzeile bedarf.

Auf der rechten Seite steht dann ein Text in weißen Lettern: “Warum die Katholiken aufatmen - ...Rücktritt ermöglicht einen Neustart”.

Menschen atmen auf, wenn in einer Krise ein Schuldiger gefunden wurde. Wenn es einen Namen gibt, dem man die Krise anheften kann. Hat eine Problem einen Namen, dann kann man es begrenzen, bestrafen und zu den Akten legen. Dann kann man endlich wieder aufatmen.

So fällt es uns Menschen leichter, die Kraft des Vergessens oder manchmal sogar des Verdrängens zu nutzen.

Ein Problem oder eine Krise hat, wie alles im Leben aber mindestens zwei Seiten. Und die zweite Seite heißt in diesem Fall, dass es in unserer Gesellschaft offensichtlich unzählige Fälle von Missbrauch und Gewalt in ganz unterschiedlicher Form an vielen Orten gab und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch noch gibt.

Bevor wir also in der Gefahr stehen, ein Problem mit einem Namen zu belegen, was nichts anderes heißt, als mit dem Finger auf ihn zu zeigen, sollten wir uns dessen bewusst sein, dass wir in dem Moment, wo wir mit einem Finger auf einen anderen Menschen zeigen,  drei mit Finger auf uns selbst weisen.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine Woche, in der du selbstkritisch mit dir, und barmherzig mit deinem Gegenüber leben kannst.

019 Top-Hoppel

DSDS, Germany’s next Topmodel,  Unser Star für Oslo – Titel, die dem geneigten Fernsehzuschauer ein Begriff sein werden.

Nun gibt es, zwar nicht im Fernsehen,  den Wettbewerb: Eine Nation sucht ihren Top-Hoppel

Altena. Wer wird Germanys next Top-Hoppel? Kaninchenzüchter aus dem gesamten Bundesgebiet stimmen aktuell über 24 heiße Kandidaten um den Titel für die beliebteste Zuchtrasse 2010 ab. Quelle: www.derwesten.de

Stell dir vor, diese Serienwettbewerbe nehmen sich auch anderer Volksgruppen an! Und irgendwann heißt die Serie dann: Deutschland sucht den Superchristen.

Bleiben wir einmal bei diesem Gedanken. Unweigerlich stellen sich mir Fragen wie: wer wird in der Jury sitzen?, welche Aufgaben müssen erfüllt werden?, welcher Preis winkt am Ende?, und überhaupt, gibt es da mehrere Staffeln? Oder die wichtigste Frage, wie komme ich durchs Casting?
 
Gut, dass es bei Gott solche Wettbewerbe nicht gibt. Gut dass er die Kriterien für den Sieg festgelegt hat und gleichzeitig für uns für den Sieg gesorgt hat.
 
Für mich ist es aber auch enorm wichtig, dass ich keine Angst vor einer Jury haben muss, die mehr oder weniger nach persönlichen Gesichtspunkten urteilt. (Übrigens gibt es auch keinen Menschen, der dieser Jury angehören könnte)

Wie gut, dass es bei Gott gerecht und gnädig zugeht!
Wie gut, dass Gott uns kennt und trotzdem liebt!
Wie gut, dass Gott den Sieg für uns schon erkämpft hat!
 
In diesem Sinne wünsche ich dir eine Woche, in der du dein ‚Casting’ bei Gott (erneut) fest machst, wo du seinen Sieg für dich durch dein bewusstes JA in Anspruch nimmst!

018 "Schau mir in die Augen...!"

Heutzutage wird ja fast jede Entscheidung, jeder menschliche Idee oder Regung durch Studien erforscht. So auch unlängst die Frage: Welchen Einfluss hat die technikgestützte Kommunikation auf unsere Beziehungen und unsere
Art, uns mit anderen auszutauschen?
Untersucht wurde die Gesprächskultur in Deutschland. Das Ergebnis des Instituts für Demoskopie in Allensbach ist natürlich nicht auf die wenigen Zeilen des Infos zum Sabbat zu reduzieren.

Aber ich finde es interessant festzustellen, dass 71% der unter-30-Jährigen im Internet chatten, 59% auf diesem Weg Kontakte knüpfen. Rund die Hälfte der Jugendlichen ist der Ansicht, dass ein gutes Gespräch auch im Internet geführt werden kann. Sehr bemerkenswert ist, dass jeder dritte Jugendliche froh darüber ist, dass man bei der Kommunikation im Internet den anderen nicht sehen muss.

Das Leben im Umfeld einer Gemeinde, und hier macht das Alter keinen Unterschied aus, hat seine Höhepunkte stets in der Begegnung. Egal, ob es ich um einen Gottesdienst, ein Konzert oder eine Gruppenstunde von Jugendlichen oder Kindern handelt. Das Gegenüber ist gefragt.

Jesus selbst hat seine Kirche mit dem Ziel aufgebaut, dass die Menschen miteinander in Beziehung treten. Bereits auf den ersten Seiten der Bibel hat Gott in der Schöpfung klargemacht, dass es nicht gut ist, wenn der Mensch (Adam) allein ist.

Und Gott selbst will, wenn auch vorerst nicht Auge in Auge, mit uns in einem ständigen Kontakt stehen. Durch seinen Sohn Jesus Christus hat er es uns gezeigt, dass durch den Kontakt zu IHM alles möglich ist.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine ‘kontaktreiche’ neue Woche!

017 Spätling

Die fünfte Jahreszeit ist im Rheinland ja, wie allgemein bekannt, die Karnevalszeit. Heute las ich in der Zeitung allerdings von einem Konkurrenzanwärter für diese Jahreszeit. Es ist der ‘Spätling’. In einer Karikatur belehrte allerdings der Vater das Kind, dass der Frühling zwar spät dran sei, aber immer noch Frühling heißen würde.

Bei einer flüchtigen Begegnung im Treppenhaus hörte ich auch von der Klage, dass es nun zwar etwas wärmer ist, aber der Regen und das trübe Wetter einfach nicht mehr auszuhalten sei.

Der regelmäßige Leser des Infos zum Sabbat weiß natürlich, dass mich solche kurzen Begegnungen und Informationsschnipsel schnell weiter treiben. So auch der “Spätling”!
Mancher sagt: “Lieber spät, als gar nicht!” Andere sind schon mit den etwas milderen Temperaturen zufrieden. Eine weitere Gruppe kritisiert das Wetter, wo sie nur kann.

Zugegeben, Sonne und so um die 20° könnten mir auch gefallen. Sich mal wieder draußen aufhalten und keine Jacke tragen müssen, das wär’s!

Die Tatsache aber, dass man in anderen Ländern sich ganz anderer Themen bezüglich des Wetters widmen muss, lässt mich allerdings innehalten. Ob ich mich dann zu denen geselle, die lieber einen späten Frühling genießen, oder zu denen, die schon mal mit den milden Temperaturen zufrieden sind, weiß ich nicht.

Aber dankbar möchte ich in die kommende Woche schauen. Dankbar, dass wir uns immer noch in der Lage befinden, das Wetter mit unserer Kleidung auszugleichen. Andere haben diese Möglichkeit  nicht.
Und das Versprechen Gottes aus 1. Mose 8:22 möchte ich mir wieder einmal dankbar vor Augen halten. Ist es doch die Zusage, dass Gott der Herr uns und seiner Schöpfung alle Voraussetzungen gibt, um dankbar nach vorn zu schauen.  

Auch, wenn es Länder und Menschen gibt, die unter den Verhältnissen, die die Natur mit sich bringt, leiden. Auch wenn aus einen Frühling mal ein ‘Spätling’ werden kann.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Woche, in der wir dankbar die Wunder des Frühlings wahrnehmen können. Aber es soll auch eine Woche sein, in der wir unserer Dankbarkeit durch die Hilfe derer Ausdruck verleihen, die sich nicht nur über den ‘Spätling’ ärgern, sondern in ernsthafter Not befinden.

016 entschleunigen

In der vergangenen Woche hatte ich vom ‘Ausmisten’ meines Bücherregals berichtet. Bei der ganzen Aktion ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das ich vor einigen Jahren von einem Freund geschenkt bekommen habe. Es handelt sich um den Roman Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny.

Auf den ersten Blick handelt es sich bei dem Werk um einen Seefahrerroman. Über das Abenteuer und die Sehnsucht des englischen Seefahrers und Nordpolforschers John Franklin. Auf den zweiten Blick aber entpuppt sich das Ganze zu einer Studie über die Zeit. Es geht um die Langsamkeit als Kunst dem Rhythmus des Lebens Sinn zu verleihen.

Hast du es schon mal versucht, in unserer schnelllebigen Zeit einen Gang zurück zu schalten? Hast du schon einmal den Anlauf genommen, nicht zu hetzten, dich nicht von dem Sog der Schnelllebigkeit gefangen nehmen zu lassen?

Du sagt, dass das nicht geht? Hast du es auch versucht?

In dieser Woche habe ich damit begonnen – und in der Tat ist das ein schwieriges Unterfangen – beim Autofahren gelassener, und damit automatisch langsamer zu werden. Was nicht bedeutet, dass ich nur noch mit Tempo 30 durch die Stadt krieche.
Vielmehr ist es der Versuch gelassener auf eine gerade auf rot springender Ampel zu reagieren. Es ist der Versuch, dem Autofahrer vor mir, der den grünen Pfeil an der Ampel übersieht, nicht mit einem Hupkonzert auf die Sprünge zu helfen. Oder es ist die Geste, einem anderen Vorfahrt zu gewähren, obwohl ich auf der vorfahrtsberechtigten Straße unterwegs bin.

Wie gesagt, es ist ein Versuch. Aber die Gelassenheit, die bereits aus den paar Tagen daraus entwachsen ist, hilft sicherlich nicht nur meinem Blutdruck.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine ‘entschleunigte’ neue Woche!

015 Lebensregal

Ab und zu stehe ich vor meinem Bücherregal und frage mich, ob ich nicht mal wieder ‘ausmisten’ sollte. So stand ich auch kürzlich wieder vor dem Regal. Diesmal vor dem Regal mit den CD’s. 50% der CD’s sind Audio-CD’s - Musik oder Hörbücher. Die anderen 50% beinhalten Software oder Daten, die ich vor einiger Zeit gesichert habe.

Musik und Hörbücher werden erst einmal nicht ausgemistet! Also fing ich an die anderen CD’s zu sichten. Auf die einen Seite legte ich die CD’s, die ich ungesehen entsorgen konnte. Da gab es Software aus dem Jahr 1999! - die konnte ich ohnehin nicht mehr verwenden. Oder Software, von der es inzwischen schon zwei oder drei neue Versionen gibt, die natürlich auch noch im Regal stehen.

Auf die andere Seite legte ich die CD’s, von denen ich aufgrund der Beschriftung nicht genau erkennen konnte, welche Daten sich auf der CD befinden. Und dieser Stapel wurde immer größer. Wohl ein Grund, warum die CD’s schon so lange im Regal schlummern. Und da erinnerte ich mich daran, dass ich sie schon des Öfteren in der Hand hatte und das Überprüfen immer auf einen späteren Zeitpunkt verschoben hatte.

Mit unserem Leben ist das nicht viel anders! Da sammeln wir auch so manches, was irgendwo in der Ecke schlummert. Mal sind es Erinnerungen, mal Eindrücke, manchmal Vorurteile oder unbestätigte oder gar unreflektierte Überzeugungen. Wir leben mit ihnen, genau wie ich täglich mit meinem Bücherregal lebe. Alles wird uns so geläufig, steht am gewohnten Platz und fällt überhaupt nicht auf.

Spätestens, wenn wir die Bereiche mal ‘in die Hand nehmen’, merken wir, was da alles so dran hängt. Wir merken, dass sich da einiges längst erübrigt hat, Vorurteile sich beim genauen Überprüfen als falsch erwiesen haben und eigentlich in die Tonne gehören. Wir merken, dass Eindrücke aufgrund neuer Erlebnisse relativiert werden müssen.
Vielleicht fällt dir noch viel mehr ein, was so in einem Regal des Lebens vor sich herschlummert.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine neue Woche, in der wir uns etwas Zeit nehmen, um die Dinge, die in unserem Lebensregal nichts zu suchen haben, zu entsorgen.

014 'versprochen'!

So enden häufig Sätze, mit denen wir eine Aussage bekräftigen oder verdeutlichen, dass unser Gegenüber sich auf das vorher Gesagte verlassen kann.
Nicht selten kann man sein  ‘versprochen’ aus ganz unterschiedlichen und verständlichen Gründen nicht einhalten. Wir geben uns die größte Mühe um noch etwas zu regeln, ‘die Kuh vom Eis zu holen’. Aber vergeblich. Und so bleibt uns nur die letzte Möglichkeit. Wir müssen unser ‘versprochen’ zurücknehmen.

Wenn ich heute aus dem Fenster schaue, dann strahlt mir der blaue Himmel entgegen. Als ich gestern vor dem Haus auf einen Freund wartete, fielen meine Blicke in den Vorgarten. Die Schneeglöckchen steckten ihr kleinen Köpfe, scheinbar noch sehr vorsichtig, aus der Erde. Die ersten Ansätze von Knospen sind an den Sträuchern unverkennbar auszumachen.

Wieder einmal zeigt sich, dass Gott sein ‘versprochen’ nicht zurückgenommen hat. Wieder einmal zeigt sich, dass seine große Verheißung aus 1. Mose 8:22 “Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.” noch immer Bestand hat.

Ein großartiger Gott! Ein Gott, der trotz der Tatsache, dass wir unser ‘versprochen’, das wir anderen und auch ihm gegenüber unzählige Male zurückgenommen haben, zu seinem Wort steht. Da bekommt der Begriff Frühlingsgefühl plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Der Frühling stärkt das Gefühl, dass ich mich auf IHN verlassen kann, und zwar 100%, immer!

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern, dass sie eine neue Woche erleben, die ihnen das Gefühl von Sicherheit und Vertrauen vermittelt, weil ER treu ist. Eine Woche, die uns neu die Bedeutung dessen vor Augen hält, dass ER zu seinem Wort steht.

013 Schlaglöcher

Die Schneedecke verschwindet langsam aber sicher. Vorgestern erst fuhr durch unsere Straße ein Schneepflug, der die ‘Reste’ des festgefahren und nun an getauten Schnees zur Seite schob.
Das sich nun zeigende Bild lässt einen unschwer erkennen, welche Kräfte durch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit frei werden. Eine Autofahrt wird in weiten Teilen der Stadt durch die Schlaglöcher erschwert und entwickelt sich zu einer reinen Slalomfahrt.

Der Schnee hat die Veränderung des Asphalt  durch seine geschlossene Schneedecke versteckt. Doch nun kommt das ganze Ausmaß der Zerstörung zum Vorschein.

Mich erinnert das daran, dass in meinem Leben es auch Situationen gibt, in denen ich mir des Ausmaßes von Negativem Wirken nicht bewusst bin, ich den Einfluss gar nicht wahrnehme. Und dann plötzlich wird es mir klar, was sich da entwickelt hat.

Das sind manchmal die Beziehungen zwischen Menschen, wo einem Wort das andere folgt und ich mir erst viel später dessen bewusst werde, dass ich falsch verstanden habe oder falsch verstanden wurde.

Das sind manchmal ganz alltägliche Entscheidungen, die ich spontan und vielleicht auch leichtfertig getroffen habe, von deren folgen ich plötzlich überrollt werde.

Das sind manchmal ...!

Wie gut, dass Gott uns kennt und genau weiß, wie, und warum wir wie ticken! Gut, dass er aus unserem Schlamassel immer wieder etwas Sinnvolles und Gutes machen kann.
Vor allem aber tut es mir gut, dass er es nicht nur kann, sondern auch tut!

So gesehen tritt er in unser Leben und repariert unsere Schlaglöcher!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen eine Woche, in der wir uns dessen bewusst sind, dass ER unser Herr ist, der uns kennt, liebt, führt und unser Leben in seinen Händen hält.

012 Leben in der Krise

Immer wenn ich frisch aus dem Urlaub zurück bin, hole ich irgendwie automatisch die wichtigsten Nachrichten auf. Ich lese Zeitung, höre regelmäßig Nachrichten und vor allem, komme mit Menschen ins Gespräch. Nicht selten fragt mich meine Mutter, wie ich die ein oder andere politische Entwicklung sehe oder einordne.

Wenn ich mir dann die letzen 14 Tage so ansehe, und nur die Schlagzeilen zusammentrage, dann sind es neben den vielen weltweiten Katastrophen die sozialen, die zwischenmenschlichen Missstände, die einem ins Auge springen.

Menschen ohne Obdach kämpfen gegen die Kälte, während andere sich vor einem Opernball den Kopf zermartern, welches Kleid sie tragen sollten.
Menschen, die von Hartz IV abhängig sind, freuen sich über ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, da eine bessere Versorgung in Aussicht steht, während führende Politiker von der Einladung zu einer spätrömischen Dekadenz sprechen.

Diese Liste ließe sich endlos weiterführen. Die Frage meiner Mutter geht mir aber nicht aus dem Sinn. Wenn sie mich fragt, wie ich das alles einordne, dann bleibt jedes Mal irgendwie etwas übrig. Ein fader Beigeschmack.

Kritisiere ich alles nur, oder suche ich auch nach Wegen sozialverträglich und einfach nur menschlich für andere zu denken und zu leben.
Verweise ich auf die Aussagen der Bibel, dass die letzte Zeit eine schlimme und teure Zeit sein wird, oder verhalte ich mich auch nach dem Vorbild Jesu, der dort, wo er lebte sich für die Menschen eingesetzt und stark gemacht hat.
 
In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche des Nachdenkens über das eigene Leben. Vielleicht findet der ein oder andere von uns einen Weg, seiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.

011 Laptop und Lederhose war gestern

Seit einigen Jahren bin ich ein begeisterter Nutzer des angebissenen Apfels!
Seit zwei, drei Tagen geht die neuste Errungenschaft aus dem Hause Apple durch die Presse.
Steven Jobs hat in San Francisco den iPad vorgestellt.

Dazu gab es in meiner heutigen Zeitungsausgabe eine Karikatur von Nel (Ioan Cozacu)

Die Aussage der Karikatur hat mich beim ersten Hinsehen zu einem spontanen Lachen verleitet. Der Zweite Gedanke lässt mich nun aber nicht mehr los. Unabhängig davon, ob ein iPad sinnvoll ist, ob man solch ein Gerät benötigt, oder ob es sich hierbei einfach nur um ein Luxusartikel handelt, der das Leben angenehmer macht.

‘Laptop und Lederhose war gestern”, der Satz lässt mich aufhorchen und in meinen Gedanken verharren. Was gibt es da nicht alles in meinem Leben, das ich verändert – abgeschafft und/oder erneuert habe? Die Welt um uns herum schafft immer wieder neue Dinge und Möglichkeiten etwas zu verändern. Manchmal handelt es sich um eine Revolution, manchmal dreht es sich nur um kaum wahrzunehmende Feinheiten.

Gott hat mit der Geburt Jesu die Welt nachhaltig revolutioniert. Jesu hat durch sein Leben und Wirken die Welt auf den Kopf gestellt. Sein Angebot war nicht nur für eine Saison einen begrenzten Zeitraum revolutionär. Es ist nachhaltig, von Dauer, und nicht veränderungs- oder verbesserungswürdig, da es einmalig ist und bleibt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche des Nachdenkens über das einmalige, revolutionäre und stets ‘moderne’ Angebot des Himmels für uns!

010 Denk mal!

Bei der Suche im Internet fand ich ganz nebenbei, wie dass ja häufiger der Fall ist, zu einem Stichwort eine Reihe von Denkspielen, die mit meinem gesuchten Thema so rein gar nichts zu tun hatten.

Eine Aufgabe möchte ich heute gern ins Spiel bringen.

Hier die Aufgabe: Du befindest dich in einem Raum mit drei Lichtschaltern, die du beliebig betätigen darfst. Die Lampe im Nebenraum ist ausgeschaltet. Einer der Lichtschalter kann sie zum Leuchten bringen. Aber welcher? Die Tür zum Raum mit der Lampe ist so geschlossen, dass du von außen nicht erkennen kannst, ob die Lampe leuchtet. Und du darfst nur ein einziges Mal nachschauen.

Wie findest du heraus, welcher Schalter für die Lampe im Nebenraum betätigt werden muss?

Der menschliche Geist ist ja zu sehr großen Leistungen fähig. Solche Denkspiele verdeutlichen das immer wieder. Mehr noch: Wir finden für ein Problem häufig mehr als eine Lösung. Selbst wenn wir Lösungen gefunden haben, gelingt es uns häufig neue und optimalere Lösungen für ein Problem zu finden.

Bei einem Problem allerdings ist es dem Menschen bisher – und es wird auch zukünftig nicht gelingen – nicht gelungen, eine Lösung zu finden. Die Trennung zwischen Gott und den Menschen, die durch den sogenannten Sündenfall entstanden ist.

Die Vorgabe, ähnlich der o.g. Aufgabenstellung ist klar und eindeutig. Trennung, oder anders ausgedrückt, Sünde, kann nur durch unschuldiges Blut überwunden werden.

Einfach großartig, liebevoll und menschenfreundlich ist Gott! Er löst selbst die für uns unlösbare Aufgabe. Mehr noch, er stellt alle notwendigen Lösungen selbst zur Verfügung! Das würde, auf unsere Lampenaufgabe bezogen, bedeuten, dass die Lösung direkt unter der Aufgabe stehen müsste. (Um den Unterschied zu verdeutlichen, wird sie aber erst in der nächsten Woche mitgeteilt)

In diesem Sinne wünsche ich allen eine neue Woche, in der uns neu die Tragweite und Bedeutung der Lösung Gottes – das Opfer seines Sohnes Jesus Christus - für unser Lebensproblem bewusst wird. Nebenbei wünsche ich viel Spaß und Erfolg bei der Lösungsfindung!   Manuel Bendig

009 ‘Friedhofsruhe’ und Kinderlachen

Tief Daisy war des einen Leid, des anderen Freud! Während im Norden und im Süden der Republik die Menschen gegen die Schneemassen kämpften, genossen wir im Westen den Schnee. Zugegeben, auch auf unseren Straßen herrschte hier und da da Chaos, aber sonst gab es kein großes Klagen über ein Schneechaos.

Mit meiner Frau habe ich mich dann auch zu einen Spaziergang aufgemacht. Bei uns ‘gleich um die Ecke’ liegt der Hauptfriedhof von Dortmund. Da ich ihn bisher noch nicht aus dienstlichen Gründen aufsuchen musste, war uns nicht bekannt, was einen hinter den Friedhofsmauern erwartet.

Schon beim Durchschreiten des Hauptportals fiel uns die Weite auf. Groß angelegte Grünflächen (jetzt natürlich weiß), viele Hinweistafeln zur heimischen Pflanzen- und Tierwelt und kleine Oasen, an denen man sich zurückziehen, oder einfach die Natur genießen kann. Die Überraschung wurde dann perfekt, als wir an einem kleinen Hügel Familien sahen, die (erlaubter Weise) den Abhang mit ihren Schlitten befuhren.

Welch ein faszinierendes Zusammenspiel von Leben und Tod! Neben der ‘Friedhofsruhe’ Kinderlachen und Familienfreude.

Wie schön, wär’s, wenn uns dies auch in unserem Leben gelingt. Wenn wir das ‘Negative’ neben das ‘Normale’ stellen könnten und beides so in den Alltag wirken lassen. Dann würde das ‘Negative’, das Traurige an Gewicht verlieren und das ‘Normale’ uns zur Dankbarkeit führen.

Und was für mich das Schönste ist, die Hoffnung und die Gewissheit, dass Gott alles in seinen Händen hält und uns führt, würde so unser Leben nachhaltig prägen.

In diesem Sinne wünsche ich eine neue Woche, in der wir unseren Blick in alle Richtungen lenken, um die Führung Gottes zu sehen und trotz negativer Erlebnisse dankbar das Gute für uns in Anspruch nehmen. Manuel Bendig

008 Worüber freust du dich gerade?

Dass es nur noch wenige Stunden bis zum Wochenende sind?,
dass der Wetterbericht für morgen neuen Schnee vorhergesagt hat? oder
dass du am Wochenende Menschen triffst, die du schon einige Zeit nicht mehr gesehen hast?

Am Anfang eines Jahres kann man sich auf so vieles freuen!

…auf die Freunde und Wegbegleiter.
…auf alle Herausforderungen, die reifen helfen.
…auf die Gelegenheiten, Geduld zu üben, Erfahrungen zu sammeln und Weisheit zu erlangen.
…auf die traurigsten Tage, denn sie werden Dich weiser machen!
…auf den großen Glauben in tiefer Not ,der immer Hoffnung bewahren hilft.
…auf das Lachen eines Kindes, den Wagemut eines Mannes und die Weisheit einer alten Frau.
…auf die Liebe und das Vertrauen, das Du erfahren und verschenken wirst.
…auf den unermesslichen Reichtum und Wohlstand, mit dem Du beschenkt werden wirst.
…auf all die kleinen Wunder, die Du erfahren darfst, da Du mit offenen Augen durch‘s Leben gehst.
…auf alle geweinten Tränen, die von Tiefgründigkeit zeugen und die Seele reinigen.
…auf die Kraft und den Mut zu kämpfen, um niemals aufzugeben.
…auf all  die kleinen und großen Geheimnisse des Lebens, die da kommen werden .
…auf die Liebe im Leben und auf die Menschen an Deiner Seite.
…auf den Weitblick  und  den geistig weiten Horizont bis hin zur Erkenntnis, den Du erlangen wirst.
…auf Deine Fehler und Schwächen - sie machen Dich zum Menschen.

Egal, wo wir stehen, egal, was wir gerade erleben, es scheint immer einen Grund zur Freude zu geben. So gesehen ist es nicht eine Frage der Ereignisse, die uns freudig stimmen oder in tiefe Trauer stürzen. Es scheint vielmehr unser Zugang, zu den Dingen, unsere Sichtweise der Ereignissen zu sein, die es uns ermöglichen in allem einen Grund zur Freude zu sehen.

In diesem Sinne wünsche ich eine neue Woche, in der unsere Sichtweise und unser Zugang zu dem Erleben so gelenkt wird, dass Trauriges an Druck verliert, Schönes uns beflügelt und Ungereimtes neue Horizonte öffnet. Manuel Bendig

007 Christsein im Spiegelbild Jesu

Die EKD-Ratsvorsitzende und Pfarrerin Margot Käßmann hat sich zu einem fundamentalistischen Flügel der Kirche geäußert. Dabei wandte sich die Bischöfin gegen einen Fundamentalismus, der andere herabwürdige und deshalb nicht mehr dem Christentum entspreche: „Wenn es anfängt, in eine fast kriegerische Sprache überzugehen, dann ist das nicht mehr akzeptabel. Da ist ein Punkt erreicht, der mit unserer evangelischen Kirche nicht mehr vereinbar ist“, so Käßmann. „Es gibt solche Gruppen. Die würde ich dann aber nicht mehr auf dem Boden unserer Grundsätze sehen.“ Wer von sich selbst behaupte, er sei im Besitz der Wahrheit, entspreche „nicht mehr unseren religiösen Grundüberzeugungen“, so die EKD-Ratsvorsitzende weiter. „Und jemand, der meint, dadurch Macht über andere haben zu können, verrät das Evangelium, denn die Geschichte von Jesus ist eine, in der Gott sich absolut selbst erniedrigt.“

Gedanken, die mich irgendwie nicht loslassen. Gedanken, die mich neu motivieren, wieder mal in den ‘Spiegel’ zu sehen und mich selbst anzusehen, wie ich denke und manchmal vielleicht auch rede.
 
In diesem Sinne wünsche ich uns eine Woche, in der wir uns wieder einmal bewusst machen, dass sich Gott für uns absolut selbst erniedrigt hat!

(Nach einer Vorlage von proKompakt 50-09)

006 „You‘ll never walk alone“

Der Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke schockiert nicht nur Fußballfans, sondern auch Menschen, die sich mit der Bundesliga und Fußball ansonsten nur am Rande befassen. In dieser Woche steht ein Fußballprofi im Mittelpunkt, dessen Tod und Leben Millionen bewegt. „Jetzt ist die Zeit der Trauer um einen Menschen, der Jugendlichen und Erwachsenen viel bedeutet hat“. So begann Margot Käßmann, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und hannoversche Landesbischöfin die Andacht anlässlich des Todes von Robert Enke am Mittwochabend in der Marktkirche zu Hannover.

Was aber bewegte die zahllosen Fans des Vereines, die Menschen auf den Straßen und vor den Fernsehbildschirmen so sehr an dem Tod des Torhüters? Die Antwort auf diese Frage gab Margot Käßmann – konkret und angemessen.
In ihrer Ansprache zitierte sie den Fußballklassiker „You‘ll never walk alone“. Leider sei Robert Enke den letzten Weg alleine gegangen. Aber trotzdem gelte: „Du wirst nie alleine unterwegs sein - das ist die große Lebenszusage, die Gott uns gibt.“

Viele Menschen mögen sich für Bundesliga und Fußball nur am Rande interessieren. Aber wenn die Fassaden der Glamour- und Starwelt aufbrechen, wenn die Realität zum Vorschein kommt, dann wird sichtbar, was wirklich zählt. Und das ist wichtiger als der (Medien-)Rummel, der auch die Fußballwelt beherrscht.

In diesem Sinne wünsche ich uns eine Woche, in der wir uns neu dessen bewusst werden, was in guten und in schlechten Zeiten zählt.

(Nach einer Vorlage von proKompakt 45-09)

005 Was ist eine Nachricht?

Was ist eine Nachricht? In Wikipedia wird die Frage wie folgt beantwortet: Die Nachricht ist eine journalistische Darstellungsform und teilt eine Neuigkeit mit, die für den Leser, bzw. Hörer von Interesse ist. Wenn uns in den unterschiedlichen Medien Nachrichten geliefert werden, dann entscheiden wir als Leser, Hörer oder Zuschauer meist nach dem ersten Satz, ob uns etwas interessiert oder nicht.
Häufig entscheiden wir bereits mit der Auswahl der Quelle, was für uns von Interesse ist. Der Verfasser und der Überbringer der Nachrichten hat also nur einen begrenzten Einfluss auf unser Interesse.

Anders dagegen ist es mit den Nachrichten, die wir verbreiten. Meist mündlich, manchmal schriftlich. Wenn wir nicht gerade das Internet für unsere Nachrichten (twitter, facebook, ICQ o.ä.) nutzen, sondern das persönliche Gespräch, gilt häufig die gleiche Vorgabe für eine Nachricht.

Wie aber verpacken wir das, was wir an die Frau, den Mann bringen wollen? Doch meist so, dass wir vermitteln, was uns interessiert, oder? Oder fragst du, ob die Nachricht, die du gerade unbedingt vermitteln willst, den anderen interessiert?

So gesehen, ist unsere Art der Kommunikation, der Nachrichtenvermittlung auch eine Frage der Nächstenliebe.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine neue Woche, in denen die folgende Geschichte im persönlichen Umfeld wieder an Bedeutung gewinnt!

Eines Tages kam ein Bekannter zum griechischen Philosophen Sokrates gelaufen.
"Höre, Sokrates, ich muss dir berichten, wie dein Freund...."
"Halt ein" unterbrach ihn der Philosoph.
"Hast du das, was du mir sagen willst, durch drei Siebe gesiebt?"
"Drei Siebe? Welche Siebe?" fragte der andere verwundert.
"Ja! Drei Siebe! Das erste ist das Sieb der Wahrheit. Hast du das, was du mir berichten willst, geprüft ob es auch wahr ist?"
"Nein, ich hörte es erzählen, und..."
"Nun, so hast du sicher mit dem zweiten Sieb, dem Sieb der Güte, geprüft. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht wahr ist - wenigstens gut?"
Der andere zögerte. "Nein, das ist es eigentlich nicht. Im Gegenteil....."
"Nun", unterbrach ihn Sokrates. "so wollen wir noch das dritte Sieb nehmen und uns fragen ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich so zu erregen scheint."
"Notwendig gerade nicht...."
"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir eben sagen wolltest, weder wahr noch gut noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste weder dich noch mich damit."

Quelle unbekannt

004 Geduld tut euch Not

Geduld gehört ja nicht unbedingt zu den Stärken aller Menschen. Wie gern würden wir (ich besonders) das Ende einer Geschichte schon mal vor dem eigentlichen Beginn erfahren. Wie gern würden wir (ich besonders) das Ergebnis einer geplanten Aktion direkt nach dem Startschuss sehen.

Gestern wurde ich für Geduld belohnt. Eine Aktion für Jugendliche, von der ich anfangs dachte es sei eigentlich eine ganz gute Idee, dümpelte in den letzten Monaten so vor sich hin. Die Idee von einem Stammtisch für Jugendliche in einem öffentlichen – durchaus angesagten – Café, schien nicht so richtig zu greifen. Persönliche Einladungen und Gespräche lockten mal 1, mal 2 Jugendliche an.

Gestern war es nun wieder soweit. Ich hatte zwar noch einmal über das Internetportal Facebook eingeladen, aber die Resonanz war so wie immer, eher mau. Naja und dann saß ich da. Und es kam niemand. Da ich mich mit meiner Frau, die mich dankenswerter Weise nach ihrem anstrengenden Job immer begleitet hat, in dem Café verabredet hatte, saß ich nun und wartete. Es kam aber keiner. Punkt 19 Uhr geschah dann, was mich wieder an die Sache mit der Geduld erinnert hat. - Nein, nicht meine Frau kam ins Café, die ersten drei Jugendlichen traten durch die Tür und steuerten direkt auf mich zu. Dann die nächste, der nächste usw. Am Ende saßen wir zu zehnt in dem Café. Und mein Herz hüpfte. Denn was die Jugendlichen nicht sahen, dass hatte ich beobachten können. Die Leute, die um uns herum saßen, sie stutzten, und konnten ihre Blicke nicht von uns lassen. (Wahrscheinlich haben sie sich gefragt, was so ein alter Sack, wie ich mit so vielen jungen Leuten im Café macht!)

Der lange Atem ist es, der uns häufig ermöglicht, Entwicklungen und Ergebnisse zu sehen, die wir nie wahrnehmen würden, wenn wir vorzeitige Ergebnisse suchen oder gar aufgeben.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der sie den langen Atem, die in der Bibel so hoch gepriesene Geduld aufbringen können. Übrigens Gott will uns dazu auch seine Unterstützung geben. Manuel Bendig

003 Du hast die Wahl!

In unserer Kirche gibt es ja – glücklicherweise – keine Hirtenbriefe! Also keine soziale oder politische Einlassung der Kirche in die Entscheidungsfreiheit seiner Mitglieder.
Angesichts der Politikverdrossenheit, von der in den letzten Tagen und Wochen zu hören und zu lesen ist, scheint es mir allerdings schon einmal angebracht, an die Verantwortung eines jeden Christen zu appellieren.

In der Tat ist es schier unmöglich das Richtige zu wählen, weil es ‘richtig’ in Reinform nie geben kann. In der Verantwortung eines Christen liegt es allerdings, der Stadt Bestes zu suchen. Und diese Verantwortung gehört nicht zu den passiven Dingen des Lebens. Suchen ist immer aktiv.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine Woche, in der sie aktiv und erfolgreich ihre Verantwortung, nicht nur bei der Wahl, wahrnehmen können. Manuel Bendig

002 Mich sein

Natascha Kampusch, der Name ist sicher allen noch ein Begriff. Vor drei Jahren wurde sie nach fast 10jähriger Gefangenschaft im Hause von Wolfgang Priklopil befreit. Die heute 21jährige junge Frau, die um eine unbeschwerte Kindheit und Jungend beraubt wurde, stellt heute fest, dass es viel mehr ist, was ihr jetzt fehlt. In Freiheit, und sicherlich auch versorgt, stellt sie heute fest: "Der Täter hat mich mich sein lassen.”

"Mich, mich sein lassen." Eine interessante Redewendung.

Wann bin ich den ich? Was macht mich denn aus? Was benötige ich um ich sein zu können. Und überhaupt, ist es wirklich möglich, dass ich so ganz ich sein kann? Da gibt es doch so viele Feinheiten, die es zu bedenken gibt. Meine Familie, das soziale Umfeld und vieles mehr. Kann ich da wirklich ich sein?

Wenn ich die Bibel lese, dann fallen mir immer wieder Aussagen auf, in denen Gott uns als direktes Gegenüber, als (m)ich sieht und uns als Individuum begegnet.

Das tut gut zu wissen, dass Gott sein Interesse an uns persönlich bekundet. Ja mehr noch, so viel Interesse an uns zeigt, dass er sich mit seinem Leben für unseres einsetzt.

Eine gute Gelegenheit sich neu der der Tatsache bewusst zu werden, wie wertvoll wir in den Augen Gottes sind. Manuel Bendig

001 Slogan für's Leben

Überall kleben sie, die Plakate der Parteien. In allen Größen starren sie uns an, die Politiker. Mit den unterschiedlichsten Slogans versuchen sie uns auf die Wahlen hin zu beeinflussen.

Abgesehen davon, dass die Politiker und Parteien im aktuellen Wahlkampf eine ‘neue’ Dimension der Plakatwerbung eingeläutet haben, indem für sie (nackte) Haut kein Tabu mehr darstellt, ist es die Masse der Plakate, die den Bürger förmlich zu überrollen scheint.

Wenn man sich die Slogans der Parteienwerbung einmal näher betrachtet, dann kann man sie in nur wenige Gruppen zusammenfassen.

Neben der Tatsache, dass dieser Teil des Wahlkampfes wieder Unsummen verschlingt, mit denen so manche Hilfsorganisation über einen längeren Zeitraum wirklich gute Arbeit leisten könnte, bleibt mein Blick bei dem Slogan hängen. Unweigerlich stellt sich mir die Frage, welcher Slogan über meinem Leben steht. In diesem Sinne wünsche ich ein Wochenende, an dem Sie Zeit finden, sich über Ihren Lebensslogan Gedanken machen zu können. Wer weiß, vielleicht finden Sie ja einen sinnvollen Weg, ihn zu ‘plakatieren’!? Manuel Bendig